BFF · Höhere Fachschulen – Gastreferentin Dr. h.c. Ursula Biondi – Zeitzeugin – «FSZM-Administrativ-Versorgte vor 1981». Sie klärt die Studierenden über die verheerenden Folgen der administrativen Versorgung und ihren jahrelangen Kampf für Gerechtigkeit auf.
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Vernissage des Projekts «Verletzte Leben erinnern» im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) zu Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen. Ziele des Projektes: Fürsorgerische Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen als zentraler Bestandteil der Schweizer Geschichte.

Gymnasium Neufeld Bern – GYM4-Klassen (12. Schuljahr): Zum «Tag der Demokratie» wurden Veranstaltungen zu Themen wie: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte durchgeführt. Zeitzeugin Ursula Biondi und langjährige Menschenrechtsaktivistin erläuterte den Studierenden ihre traumatischen Erlebnisse in ihrer Jugendzeit sowie als schwangerer Teenager mit Parallelen zum Film «Lina». Sie informierte die Studierenden u.a. auch über ihren langjährigen Kampf für die Rehabilitierung von «administrativ versorgten» Menschen vor 1981 und wie man sein Leben trotz aller widrigen und traumatischen Erlebnisse meistern kann.
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BEOBACHTER.CH – Wie ein Brief zu 300 Millionen führt. Wer beim Beobachter arbeitet, tut dies mit Leidenschaft. Weshalb das so ist, erzählt unser Team gleich selbst – in einer Serie ganz persönlicher Texte. Den Auftakt macht Chefredaktor Dominique Strebel.
Der Brief liegt auf meinem Tisch – als letztes To-do vor Feierabend.  Eine gewisse Ursula Biondi schildert darin, wie sie als 17-Jährige ohne Gerichtsurteil ins Gefängnis Hindelbank gesteckt wurde. Wie man versuchte, ihr nach der Geburt das Kind wegzunehmen und zur Adoption freizugeben. Ob der Beobachter Interesse habe, ihren Fall öffentlich zu machen. Was ich damals nicht ahnen konnte: Zwei Jahre später entschuldigt sich der Bundesrat, und neun Jahre später tritt ein Gesetz in Kraft, das 300 Millionen für die Wiedergutmachung bereitstellt. Denn: Das Schicksal von Ursula Biondi ist kein Einzelfall.

GLARNERLAND.CH – Vormerken: «ADAM» - Filmmatinée und Gespräch. Ein marokkanischer Film über Frauensolidarität und ein Projekt der Hoffnung. Seit Jahrhunderten wurden weltweit Frauen für eine Schwangerschaft ausserhalb der Ehe bestraft. Kindsväter dagegen wurden nicht zur Verantwortung gezogen… Im Gespräch stellen wir das Projekt «Karamtna – Unsere Würde» vor, das unverheiratete Mütter in Marokko unterstützt. Mit Ursula Biondi richten wir den Blick auf die Schweiz, wo ledige Mütter bis in die 1970er-Jahre hinein bevormundet, in Anstalten eingewiesen und zur Abgabe ihrer Kinder gezwungen worden sind. Der Anlass ist eine Kooperation mit der Zürcher Frauenrechtsgruppe von Amnesty International.

WOZ.CH – Fürsorgerische Zwangsmassnahmen : Zerstörte Lebensgeschichten – Zwei Ausstellungen geben Betroffenen, die über Jahrzehnte weggesperrt wurden, eine Stimme und laden zum Nachdenken und Mitdiskutieren ein. Textausschnitt: Zwölf Schubladen fehlen – in deren Lücke leuchtet jeweils ein Name: Irma Frei. Nelly Schenker. Ursula Biondi … Ihre Schubladen stehen auf Tischen in der Mitte des Raumes, wo man sich auch die Lebensgeschichten dieser Menschen anhören kann. Diese multimedialen Installationen und das Regal sind das Herzstück der Ausstellung «Versorgt. Verdingt. Vergessen?», die im Auftrag des Bundesamts für Justiz unter der Kuration von Detlef Vögeli realisiert wurde und zurzeit im Museum Luzern zu sehen ist.

SWISSINFO.CH – Bundesrätin erinnert an Schicksale der Verdingkinder. Rund 800 ehemalige Verding- und Heimkinder haben sich am Samstag in Langenthal getroffen. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider erinnerte in ihrer Rede an die tiefen Wunden, die fürsorgerische Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen in der Gesellschaft hinterliessen.

Die Guido Fluri Stiftung engagiert sich weiterhin im Kindesschutz:
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Austauschtreffen für Betroffene FSZM

VERSORGT. VERDINGT. VERGESSEN? – Geschichte(n) von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen in der Schweiz. Nationale Wanderausstellung - Museum Luzern, 14. Mai – 23. Oktober 2026

Dankesbrief des BJ an Zeitzeugin Ursula Biondi
Einladung zur Vernissage
Ausstellungs-Booklet

Schulbesuch – Berufsfachschule für FaGe (Fachangestellte Gesundheit) in Münchenstein. Als Zeitzeugin schilderte Ursula Biondi während ihres Schulbesuches den Studierenden ihre vielen erlittenen Traumata in ihrer Jugendzeit und vor allem ihre Wegsperrung ‒ «administrativ Versorgt» ‒ in Hindelbank. Es war ihr wichtig, den Studierenden auf ihren Lebensweg mitzugeben, dass ein Aufgeben nach einer solch entsetzlichen Behördenwillkür für sie nie denkbar war. Ihr Motto war seit je: Immer vorwärtsschauen, vorwärtsgehen … anfänglich viele Nebenjobs, dann Weiterbildungen, Karriere u.a. als Informatikerin in einer Organisation der UNO, Freiwilligenarbeit, Sport, usw., denn das Leben lohnt sich. Zudem machte Sie die Studierenden auf die nationale Wanderausstellung «Versorgt. Verdingt. Vergessen?» aufmerksam, die zwischen dem 14. Mai und 23. Oktober 2026 im Museum in Luzern stattfinden wird.
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Sekundarschulhaus Sissach – Abschlussprojekt Verding- und Heimkinder, administrative Versorgung, organisiert von Amélie Screpanti, Schülerin einer Abschlussklasse der Sekundarschule Sissach. Sie wurde auf den Artikel des Beobachters über ehemalige Verding- und Heimkinder aufmerksam und entschied sich, zusätzlich im Abschlussprojekt noch auf die administrative Versorgung bis 1981 hinzuweisen. Ursula Biondi war als Zeitzeugin und langjährige Menschenrechtsaktivistin bereit, den rund 40 teilnehmenden Studierenden zu diesem dunklen Kapitel Schweizer Sozialgeschichte vertieften Einblick zu geben. Zusätzlich machte sie auch auf die nationale Wanderausstellung «Versorgt – Verdingt – Vergessen?» aufmerksam, die nächstens im Museum in Luzern stattfinden wird.
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LA TÉLE INFO VAUD – EXPOSITION : Lumière sur la sombre histoire des mesures de coercition. Au Musée historique de Lausanne, une exposition met la lumière sur un chapitre sombre de l'histoire suisse. "Placés. Internés. Oubliés?" raconte comment des milliers de Suisses ont subi au 20e siècle des mesures de coercition à des fins d'assistance par l'Etat.
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Erzählbistro: Begegnen Sie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen – Wie Frau Dr. h.c. Ursula Biondi gehen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Schulklassen, Studierenden an Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen und erzählen aus ihrem Leben. – Wenn Geschichten spürbar, nah und erfahrbar werden, entstehen bleibende Erinnerungen. Wo Begegnungen mit Menschen möglich sind, die von tatsächlichem berichten, wächst Verständnis für persönliche Schicksale und historische Zusammenhänge. Sie wurden auf Bauernhöfen verdingt, ausgebeutet und misshandelt. Sie wurden in Heime weggesperrt, administrativ versorgt oder als Kinder von Jenischen Familien entrissen. In der Schweiz waren bis noch vor 50 Jahren Zehntausende Kinder und Jugendliche von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen betroffen. Der Dialog über Gründe und Hintergründe dieser Geschehnisse fördert die Hoffnung, dass derartiges Unrecht nie wieder passiert.

Wenn Sie an einer Begegnung mit einer Zeitzeugin oder einem Zeitzeugen interessiert sind, können Sie sich beim Erzählbistro melden.

Frau Claudia Sollberger, Co-Geschäftsleiterin Erzählbistro und Kontaktperson für Schulbesuche, organisiert für Sie eine Begegnung mit einer Zeitzeugin oder einem Zeitzeugen.

Claudia Sollberger
Co-Geschäftsleiterin Erzählbistro
info[at]erzaehlbistro.ch
www.erzählbistro.ch
Es tut gut, darüber zu reden

24heures.ch – Internements administratifs – «Placés. Internés. Oubliés?»: l’expo à voir, à chaudes larmes. L’exposition itinérante consacrée aux enfants placés – jusque dans les années 80, en Suisse – fait sa seule étape romande à Lausanne. Elle était attendue. – Extraits de textes: «Je plaisais aux garçons voilà tout, ce qui déplaisait à ma famille qui avait peur pour son avenir en Suisse. Je me suis retrouvée enceinte, à deux heures d’accoucher dans une cellule.» La Zurichoise Ursula Biondi avait 17 ans, en 1966, quand elle fait l’objet d’une «mesure éducative». À ses côtés, le témoignage d’Alain Meylan, qui, lui, ne savait plus choisir entre son «père qui m’a cassé la mâchoire» ou «l’injustice» des orphelinats. – Ils sont «des centaines de milliers» à avoir fait l’objet d’internements administratifs, ces mesures coercitives qui se sont étalées jusqu’en 1981 avec leur lot de déchirements, mais aussi de mauvais traitements et de maltraitances. Des crimes. Un des chapitres les plus sombres de notre histoire.
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BFF – Kompetenz Bildung Bern – Gastreferentin Dr. h.c. Ursula Biondi erläuterte den Studierenden, dass es in der Schweiz bis 1981 tausende Personen gab, die ohne gerichtliches Urteil weggesperrt und als «Administrativ-Versorgte» bezeichnet wurden. Ihr Alltag in den Gefängnissen trug zur Zerstörung und zur Brechung ihrer Persönlichkeit bei. Von psychologischer Betreuung war keine Rede. Zudem galt bis 1952 noch das aus der reinen Männerpolitik hervorgegangene Bürgerrechtsgesetz, dessen Leitgedanke die Einheit des Bürgerrechts in der Familie war, wodurch Schweizer Frauen, die einen Ausländer heirateten, ihr eigenes Schweizer Bürgerrecht verloren. Auch die Kinder von Schweizer Müttern, wie zum Beispiel Ursulas Vater und Ursula selber, galten nach diesem Gesetz als Ausländer. Ab 1952 konnten dann wenigstens die ausgebürgerten Frauen ihr Schweizer Bürgerrecht wieder zurückverlangen, die Väter und die Kinder aber blieben Ausländer. Was diese – heute kaum mehr vorstellbaren – gesetzlichen Bestimmungen für die junge Ursula bedeutete, legte sie den Studierenden eingehend dar.
Siehe weitere Infos: Die verlorenen Töchter | Chronos Verlag
Die «Heiratsregel» [bis 1953] | Wie Schweizerinnen ihr Bürgerrecht verloren
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