TAGESANZEIGER.CH – Was die Opfer von Zwangsmassnahmen davon abhält, Geld einzufordern. Textausschnitte: Ursula Biondi, eine der Vorkämpferinnen der Wiedergutmachungsbemühungen sagt: «Die Politik hat viel zu lange gewartet. Viele sind inzwischen gestorben.» Andere seien nach dem zögerlichen Vorgehen von Bundesrat und Parlament resigniert und wütend, dass sie so lange hingehalten worden seien. «Man hätte das schon um die Jahrtausendwende machen können.» Viele hätten das Geld dringend nötig. – Biondi fordert, dass die Gesuche der sehr alten oder kranken Betroffenen vordringlich behandelt und ihnen nicht erst planmässig im April 2018 ausbezahlt wird, sondern schon vorher. Und dass der Minimalbetrag erhöht wird, falls Geld übrig ist. Dasselbe fordert auch Thomas Huonker, der wie Ursula Biondi im Komitee der zurückgezogenen Wiedergutmachungsinitiative sitzt. Initiant Guido Fluri ist anderer Meinung: Eine vorzeitige Auszahlung oder Erhöhung des Maximalbetrags wäre seiner Ansicht nach unfair gegenüber jenen, die Zeit benötigen, bis sie zu ihrer Geschichte stehen können.