20MIN.CHOhne Grund im Knast: «Unser Leid müssen wir mit ins Grab nehmen» – Ein neues Gesetz soll «administrativ Versorgte» - Menschen, die bis 1981 ohne Begründung ins Gefängnis gesteckt wurden - rehabilitieren. Dies sei auch für zukünftige Generationen wichtig, sagt eine Betroffene.

World Radio Switzerland«Teen mom 'marked for life' tells story». From 1930 till as recently as 1981, thousands of people were detained in Switzerland without a trial.

TAGESANZEIGER.CH – Zürcher Regierung entschuldigt sich bei «administrativ Versorgten» Der Zürcher Regierungsrat entschuldigt sich offiziell bei jenen Menschen, die bis ins Jahr 1981 zu Unrecht in Anstalten eingewiesen wurden. Der Regierungsrat spricht von einem dunklen Kapitel der Sozialgeschichte. Anlass zu dieser Stellungnahme sind die Pläne des Bundesrates, die Rehabilitierung der «administrativ Versorgten» gesetzlich zu verankern. Bereits im Herbst 2010 leistete der Bund öffentlich Abbitte. «Ich möchte in aller Form um Entschuldigung bitten», sagte die damalige Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf an einem als «moralische Wiedergutmachung» organisierten Gedenkanlass. 

Tele Züri – Züri News: Zürcher Regierungsrat entschuldigt sich bei den Administrativ Versorgten. Doch es gibt keine Entschädigung für die Opfer. Im Gespräch mit Ursula Biondi.

BEOBACHTER.CHZwangsmassnahmen: Gebt mir mein Kind zurück – Schweizer Behörden nahmen bis in die siebziger Jahre unverheirateten Müttern ihre Kinder weg. Die Frauen haben bis heute kein Recht, etwas über ihre Töchter und Söhne zu erfahren.

BEOBACHTER.CH – Verdingt, versorgt, vergessen – Lange genug gewartet. Betroffene früherer Zwangsmassnahmen werden ungeduldig. Die offizielle Schweiz lässt sich Zeit, sich der eigenen Geschichte zu stellen. Zwei Jahre sind vergangen, seit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf an einem bewegenden Anlass im Frauengefängnis Hindelbank administrativ Versorgte empfing. Textausschnitte: Seit der Feier ist es still geworden. Bei weiteren Betroffenen fürsorgerischer Zwangsmassnahmen hat sich die offizielle Schweiz nicht entschuldigt – weder bei den Kindern, die verdingt oder ins Waisenhaus gebracht wurden, obwohl sie keine Waisen waren, noch bei den Frauen, die man gegen ihren Willen oder ohne ihr Wissen sterilisierte. … Nun verlieren die Betroffenen die Geduld. Die Vereine der administrativ Versorgten, Fremdplatzierten, Netzwerk-Verdingt und eine Gruppe Zwangssterilisierter wenden sich in einem Aufruf an den Bundesrat und die Konferenz der Kantonsregierungen.

SBS.COM – Dateline: Switzerland's Stolen Generation Children deemed to be at risk were taken from their families and abused as slave labour in Switzerland, but they're still waiting for an apology.

RTS.CHInvitée – Ursula Biondi, ex détenue administrative Les victimes d'internement administratifs réclament justice. Ils ont obtenu des excuses de la confédération. Ils veulent une réparation complète, y compris financière.
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Gesprächstermin zwischen Frau Margrith Hanselmann Generalsekretärin SODK und Frau Ursula Biondi Vertreterin des Vereins RAVIA im Haus der Kantone , Büro 281 – Wer schädigt muss entschädigen - Unsere Forderungen an den Staat.

LEMATIN.CH«Les excuses ne suffisent pas» Les «internés administratifs» de Suisse demandent des indemnités aux cantons et à la Confédération. Berne voudrait s'en tenir à une réhabilitation sans frais. En septembre 2010, la conseillère fédérale Eveline Widmer-Schlumpf les avait présentées au nom du pays lors d'une journée à la prison pour femmes de Hindelbank, dans le canton de Berne. Ce jour-là, une ancienne internée zurichoise, Ursula Biondi-Müller, avait exprimé l'incompréhension et la souffrance des personnes qu'on avait enfermées «sans jugement». Elle-même, à l'âge de 17ans, alors enceinte d'un homme divorcé, avait passé une année derrière les barreaux sans avoir commis le moindre délit. Dorénavant, l'ex-détenue, porte-parole de la RIA, estime qu'un véritable dédommagement est nécessaire : «Les excuses ne sont pas suffisantes. Nous ferons des propositions le 2 mai prochain devant la Conférence des directrices et directeurs cantonaux des Affaires sociales. Ce système arbitraire scandaleux nous a fermé des portes depuis l'adolescence. Tant que les autorités n'indemnisent pas pour leur attitude, elles seront capables de refaire la même chose sous une autre forme.»

YOUTUBE.COM – Schweiz 5 - Time To Do: Thema der Sendung: Administrativ Versorgt: Im Gespräch mit Ursula Biondi. In der Ausstellung von Walter Emmisberger zum Thema fürsorgerische Zwangsmassnahmen, Medikamententests und Behördenwillkür.

Interview: Netzwerk-Verdingt.ch – Interview mit Ursula Müller-Biondi - Bis Ende 1981 konnten die Behörden Jugendliche und Erwachsene ohne juristisches Verfahren über Monate oder Jahre in einer Anstalt versorgen. Sie hatten weder ein Anhörungsrecht noch eine Rekursmöglichkeit.

Schulbesuch Niederweningen: Erfahrung mit Menschen, die etwas zu erzählen haben, kann durch keine noch so gute "Theoriestunde" ersetzt werden – Guten Tag Frau Biondi, mit meiner Schülerin Julia haben Sie einen Unterrichtsbesuch für den Dienstag, 13.Dezember 2011 vereinbart. Zuerst möchte ich mich herzlich bei Ihnen für diese Bereitschaft bedanken. Eine 1:1 Erfahrung mit Menschen, die etwas zu erzählen haben, kann durch keine noch so gute "Theoriestunde" ersetzt werden. Zu Ihrer Information: Wir sehen uns diese Woche den Film "Der Verdingbub" an und lesen etwas zum Thema Kinderrechte. Ich freue mich sehr auf Ihren Besuch und bedanke mich für Ihr Engagement. Mit freundlichen Grüssen, Ruedi Spielmann. Schulhaus Schmittenwis, Sekundarstufe, Alte Dorfstrasse 5. 8166 Niederweningen
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RTS.CH – Temps présent: Les barreaux de la honte On découvre à peine l'ampleur du scandale et le Conseil Fédéral a même dû s'excuser officiellement. Combien sont-ils, ces citoyens innocents qui jusqu'en 1981 se sont retrouvés derrière les barreaux à cause d'un préfet ou d'un tuteur mécontent ? Souvent issus de milieux défavorisés, ils ont été emprisonnés simplement parce qu'ils dérangeaient la Suisse bien-pensante. On appelait ça l'internement administratif. Trois témoins directs, qui ont passé par cette case prison, racontent leur incroyable aventure.

Investigativ: Haltung als Ausgangspunkt für Recherche – Am 10. September 2010 entschuldigte sich Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf bei den administrativ Versorgten, also bei all jenen Frauen und Männern, die ohne Urteil und ohne Straftat in Gefängnisse oder geschlossene Anstalten gesperrt wurden, nur weil sie als „arbeitsscheu” oder „liederlich” galten. Die offizielle Wiedergutmachung von Frau Widmer-Schlumpf ist auch das Verdienst von Recherchen. Alles begann im Februar 2008 und wie so oft mit einem Brief.Darin schilderte Ursula Biondi, wie sie 1967 als 17-Jährige in die Strafanstalt Hindelbank eingewiesen wurde, weil ihre Eltern mit ihr überfordert waren. Biondi meldete sich beim „Beobachter”, weil er Behördenwillkür immer wieder thematisiert hatte…Im Frühling 2008 erschien im «Beobachter» ein Porträt über Ursula Biondi mit dem Aufruf, dass sich alle Männer und Frauen melden sollten, die ähnliches erlebt haben. Das «Recherchemittel» Aufruf war Gold wert. Rund 70 Betroffene gelangten an die Redaktion. Fast 50 eigneten sich für eine weitere Berichterstattung. In Zusammenarbeit mit ihnen kamen zusätzliche brisante Aktenstücke ans Tageslicht. Dabei versuchten heutige Behörden mit fadenscheinigen Gründen Akteneinsicht zu verhindern. Und es wurden Gespräche mit noch lebenden Verantwortlichen von damals möglich. So liessen sich die Fakten erhärten, und die „kleine” Schicksalsgeschichte begann gross zu werden.