RTR.CH – Telesguard: «Emblidads da la fortuna»

SRGD.CH – «DOK»: Heim- und Verdingkinder – Die Aufarbeitung eines grossen Unrechts. Kommentar zu diesem «DOK» von Ursula Biondi: Die administrative Zwangsversorgung welche viele Leben zerstörte wurde erst 1981 – unter dem Druck der Europäischen Menschenrechtskonvention – abgeschafft. Als Zeitzeugin der damaligen administrativen Versorgungen Mitte der sechziger Jahre bin ich der UEK sehr dankbar, dass ich noch erleben darf, dass mit der durch die UEK erfolgten wissenschaftlichen und historischen Aufarbeitung administrativer Versorgungen bis 1981 über den Einzelfall hinaus aufgezeigt wird, wie menschenverachtend die damaligen Behörden mit schutzbedürftigen Kindern und Jugendlichen aus belastenden Familienverhältnissen umgegangen sind. – Die würdevolle Art der UEK, uns Betroffenen auf Augenhöhe zu begegnen, zeigt auch, dass bei den Behörden ein Umdenken stattgefunden hat und dass Lernprozesse und Veränderungen möglich sind. – Dennoch: „Die Menschenrechte sind nicht in Stein gemeisselt, deshalb müssen wir ihnen Sorge tragen!“ 

Zum 10. Mal jährt sich heute der Gedenkanlass im Schloss Hindelbank. Der 10. September 2010: Ein historischer Meilenstein der Schweizer Sozialgeschichte - ein wichtiger Wendepunkt im Prozess der historischen und politischen Aufarbeitung.
Dankesmail von Urs Allemann​​​​​​​

émissions Paraboliques – Le magazine des Églises: sur le site de Canal 3: Survivante d’un cauchemar – Pendant des années, il a été difficile pour Ursula Biondi de parler de son passé. «Quand on dit avoir été emprisonné, on est catalogué. Peu importent les circonstances.»

Besuch der Zeitzeugin Ursula Biondi in der Schule Aare-Oenz: Unterricht zum Thema administrative Versorgung organisiert von Simon Burkhalter

5. & 6. Klasse
Dankesmail

 

Interview: UNIFR – Im Rahmen der Vorlesung «Verdingkinder – Die Fremdplatzierung von Kindern und Jugendlichen in einer interdisziplinären Perspektive» wird Frau Dr. h.c. Ursula Biondi als Zeitzeugin zu Gast sein. Sie wird berichten, warum sie als Minderjährige in Hindelbank versorgt wurde und wie sich ihr Leben danach entwickelte.

Schweizer Revue für Auslandschweizer – Als die Schweiz Arme und Unangepasste wegsperrte – Behörden in der ganzen Schweiz wiesen bis 1981 Zehntausende Männer und Frauen ohne Gerichtsverfahren in Anstalten ein. Eine Expertenkommission hat jetzt die «administrativen Versorgungen» aufgearbeitet. Die Erkenntnisse kratzen am Selbstbild des Landes.

Referat: Seminarbesuch UNI Luzern – Gastreferentin Dr. h.c. Ursula Biondi – Zeitzeugin - Administrative Versorgung und fürsorgerische Zwangsmassnahmen
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Le journal jura  – Survivante d’un cauchemar. A 17 ans, Ursula Biondi a été jetée en prison, alors qu’elle n’avait commis aucun délit. Son témoignage, poignant et sobre, est venu clôturer le cycle de conférences. «On m’a pris mon enfance» 

Veranstaltung: Tramelan Kt. Bern – Le CIP (Centre interrégional de perfectionnement) Internements administratifs, destins imposés : Conférence de Dr. h.c. Ursula Biondi, ancienne Présidente de l'Association RAVIA (réhabilitation des ex-internés administratifs.
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Discours Témoin de l’époque
On m'a pris mon enfance-Cycle de Conférences​​​​​​​

Süddeutsche Zeitung – Trauma-Fürsorge Bis 1981 wurden in der Schweiz Menschen weggesperrt, die der Gesellschaftsnorm nicht entsprachen. Jetzt wird das Unrecht aufgearbeitet.
Textausschnitt: Was Ursula Biondi Ende der Sechzigerjahre erlitten hat, trägt einen irreführend harmlosen Namen: „administrative Versorgung“. Geschätzt 60 000 Menschen wurden in der Schweiz im Lauf des 20. Jahrhunderts „versorgt“ – also auf Geheiß von Kantonsbehörden eingesperrt, ohne Anhörung, ohne Gerichtsurteil. Die Betroffenen galten als „arbeitsscheu“, „trunksüchtig“ oder passten auf andere Weise nicht in das rigide gesellschaftliche System. Sie sollten in Heimen und Anstalten umerzogen und zur Vernunft gebracht werden. Tatsache ist, dass sie dort psychische und physische Misshandlungen erlitten, zu Abtreibungen oder dem Weggeben ihre Kinder gezwungen, manche zwangssterilisiert wurden.

Diskussion: MAXIM Theater «Opfer wollen keine Opfer mehr sein» – Die Anerkennung des Status als Opfer und als Geschädigte*r ist im Rechtsstaat elementar, als Grundlage des Strafrechts wie auch des Zivil- und Haftungsrechts. Dennoch gibt es immer wieder Opfer und Opfergruppen, deren Leiden und Schäden lange nicht anerkannt werden, die nicht entschädigt werden und deren soziale Lage prekär ist, während die Täter*innen komfortabel leben und straffrei bleiben. Um zu ihrem Recht zu kommen, wollen und müssen die in ihren Rechten und in ihrer Integrität Verletzten aus dem Status als hilflose Opfer heraustreten können. Dabei brauchen sie Empathie, Unterstützung und Solidarität. - Open Forum mit Laura Huonker, Regisseurin, Kantonsrätin, Sadou Bah, ASZ, Dr. h.c. Ursula Biondi, ehemaliges Behördenopfer, Christoph Wiedmer, Co-Geschäftsleiter für bedrohte Völker, Monika Wicki, Schweiz. Friedensrat. MAXIM Theater - Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich

FAZ.NETDie dunkle Vergangenheit der Schweiz – Noch bis 1981 sperrten Behörden in der Schweiz Personen ein, wenn sie als „moralisch verwahrlost“ galten, also vermeintlich der Norm nicht entsprachen. Jetzt geht es um Wiedergutmachung.

TAGESANZEIGER.CH – Das Unrecht ist noch nah: Bis vor wenigen Jahren sperrte der Staat Unschuldige ein. Nun muss er sie entschädigen und die Lehren daraus ziehen. Es waren einige mutige Pioniere, denen wir die Aufarbeitung der Geschichte verdanken. Leute wie die Zeitzeugin Ursula Müller-Biondi (seit anfangs 2000) oder der Unternehmer Guido Fluri (seit 2013), die an die Öffentlichkeit gingen und dafür kämpften, dass das bis in die Achtzigerjahre praktizierte Weg­sperren Unschuldiger aufgearbeitet wird und die Opfer entschädigt werden. 

BEOBACHTER.CH – Ist jetzt alles gut? Zwangsmassnahmen. Tausende Kinder und Jugendliche wurden verdingt, weggesperrt, sterilisiert, zur Adoption freigegeben. Trotz Aufarbeitung: Noch ist die Geschichte nicht bewältigt.
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