TVOVerdingkinder-Kritik – Falsche Adresse - TG-Verding-Opfer müssen zu Staatsarchiv statt Opferhilfe

Einweihungsfeier Gedenktafel Erziehungsanstalt Sonnenberg-Gabeldingen – Zur Erinnerung an die Erziehungsanstalt Sonnenberg-Gabeldingen Kriens für schwererziehbare, katholische Knaben. Die 1859 von der schweizerischen. gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) gegründete Anstalt nahm zur Arbeitserziehung auf dem eigenen, grossen Landwirtschaftsgut im Jahresdurchschnitt 60 bis 80 Zöglinge im Schulalter auf.

schweizerbauer.chAuszahlung vorgezogen - Verdingkinder: Beiträge ab Januar – Vorgezogen wurden die Gesuche jener Opfer, die schwer krank oder sehr alt sind. 366 Personen erhalten daher schon im Januar 2018 einen Solidaritätsbeitrag. Alle anderen prioritären Gesuche würden im Laufe des kommenden Jahres bearbeitet, heisst es in der Mitteilung. Dabei handelt es sich vor allem um Eingaben von Personen, die über 75 Jahre alt sind oder in besonders schwierigen finanziellen Verhältnissen leben.

Vergangenheitsbewältigung: Obwalden zahlt 25‘000 Franken in Fonds für Zwangsmassnahmen-Opfer

Placements abusifs: 25'000 francs d'indemnité – Les premières indemnisations concernant les personnes placées de force dans des structures extra-familiales avant 1981 tomberont en janvier.

Der Bund kann die ersten Opfer früher als geplant und mit dem Maximalbetrag von 25‘000 Franken entschädigen. Dies, weil bis zur Frist im März 2018 voraussichtlich weniger als 12‘000 Gesuche eingehen werden. Für so viele Opfer hatte der Bund Solidaritätsbeiträge budgetiert. - Die Solidaritätsbeiträge werden hauptsächlich durch den Bund finanziert. Die Kantone und Dritte können sie mit freiwilligen Zuwendungen unterstützen. Bislang haben acht Kantone, darunter unter anderem Appenzell, Thurgau und St.Gallen solche Zuwendungen beschlossen.

Solidaritätsbeiträge für Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen: Erste Auszahlungen - 366 Opfer erhalten Geld schon im Januar 2018

HERISAU - Appenzell Ausserrhoden wird sich mit 435'000 Franken am schweizerischen Solidaritätsfonds beteiligen. Daraus werden die Opfer von administrativen Zwangsmassnahmen entschädigt. Zudem sollen die Einweisungen in die Arbeitsanstalt Gmünden untersucht werden.

CHAM - Der Gemeinderat entschuldigt sich. - In der Schweiz sind Zehntausende von Personen Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen. Auch in Cham gibt es betroffene Menschen, denen deswegen Unrecht widerfahren ist. Dafür entschuldigt sich der Gemeinderat Cham in aller Form bei den Opfern und Angehörigen. Er leistet einen Beitrag in der Höhe von 50 000 Franken an den Solidaritätsfonds des Bundes als Zeichen der Wiedergutmachung. Aus dem Fonds des Bundes in der Gesamthöhe von 300 Millionen Franken sollen alle Opfer für das erlittene Unrecht einen Solidaritätsbeitrag erhalten.

Solidaritätsbeitrag für Verdingkinder: Aufruf und Entschuldigung zugleich

Zur Erinnerung: Wie frühere Verdingkinder heute leben - Video-Interviews mit zwei ehemaligen Verdingkindern, dem Fotografen Peter Klaunzer und dem Präsidenten des Vereins «netzwerk-verdingt». Vieles, was die Porträtierten ihm erzählten, habe ihn schockiert, sagt der Fotograf. «Die Bandbreite der Verbrechen ist unglaublich.»

Südostschweiz - Eheverbot und Sterilisation – Laut Aliesch wurde das Sippenarchiv von Gottlob Pflugfelder (1915–2003) angelegt, der von 1951 bis 1977 als Direktor der Klinik Waldhaus tätig war. Sein Archiv «enthält nach Bündner Grossfamilien geordnet vor allem Stammbäume und psychiatrische Patientengutachten zu einzelnen Mitgliedern der Familien». -Auf der Grundlage des Sippenarchivs untersuchte Aliesch, inwiefern Bündner Jenische aus erbbiologischen Erwägungen von Massnahmen wie Eheverboten, Sterilisationen oder Anstaltseinweisungen betroffen waren. Damit leistet die Historikerin einen wichtigen Beitrag, die Diskriminierung von Jenischen in Graubünden weiter aufzuarbeiten.

«Zwang war der Normalfall» «Renitent», «liederlich», «asozial» oder «arbeitsscheu». Diese Attribute reichten, um bis 1981 Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen zu werden. Zum internationalen Tag der Menschenrechte wurde im Kafi Klick dieses dunkle Kapitel schweizerischer Geschichte beleuchtet. Welches Unrecht die Betroffenen erfahren haben, und welche Ungerechtigkeiten auch heute, über 30 Jahre später, noch herrschen, schildert der Historiker Thomas Huonker im Gespräch mit Julian Büchler.

Die Kirche muss dem Opferschutz Priorität einräumen – Eine staatliche australische Missbrauchskommission empfiehlt der katholischen Kirche, den Pflichtzölibat aufzuheben. Das ist ungewöhnlich, aber nur folgerichtig.

Zehntausende Kinder in Australien missbraucht - Premierminister Malcolm Turnbull spricht von einer «nationalen Tragödie».