journal-b.ch - Lehrstücke aus «Hindelbank» - Ein von weit her sichtbares Barockschloss, vor 300 Jahren Patrizier-Residenz, ab Mitte des 19. Jahrhunderts Armen, Erziehungs- und schliesslich Strafanstalt für Frauen. Ein heute umzäuntes Areal, das kaum je betreten werden kann. Die Ausstellung «Hindelbank» verbindet diese Themen noch während drei Tagen, ein Buch vertieft sie. Diesen Samstag geht sie zu Ende. Ein Erfolgsprojekt, die Zahlen sprechen für sich: An 30 Tagen gab es 70 Führungen mit teilweise mehr als 40 Personen. Das Buch dazu ist nach zehn Wochen vergriffen.

LECOURRIER.CH - L’internement administratif, une honte suisse - Ursula Biondi est l’une des premières à avoir brisé le silence, en 2003. En 1967, elle est incarcérée à l’établissement pénitentiaire de Hindelbank. Son seul crime: être enceinte de cinq mois, non mariée et déterminée à garder son enfant…Son récit a contribué à déstigmatiser les victimes d’internement administratif et à permettre une forme de réhabilitation.

KATH.CH - ANNA GÖLDI MUSEUM - Wieso Frauen wie Anna Göldi als Hexe verfolgt wurden - Underkath-Moderatorin Carmela Bonomi besucht das Anna-Göldi-Museum in Glarus. Sie will von Walter Hauser wissen, was es mit der Hexenverfolgung auf sich hat. Und weshalb gerade Frauen Ziel davon waren.

WORKZEITUNG.CH - Viele wurden wegen ihrer «Lebensweise» dort platziert, aus Armut oder weil sie nicht den bürgerlich-patriarchalen Moralvorstellungen entsprachen - Keine Sorgen um seine Lebensweise machte sich Hieronymus von Erlach, der den Prunkbau um 1721 erbauen liess. Als Söldner in französischem Dienst hatte er eine Frau geschwängert und war zum Katholizismus übergetreten. Weder das uneheliche Kind noch die für Bern «falsche» Religion waren ein Hindernis, in die reichste Patrizierfamilie jener Zeit einzuheiraten.

MEDIENMITTEILUNG: Sicherheitsdirektion – JVA Hindelbank begeht Jubiläum mit Festakt

MEDIENMITTEILUNG: Keller-Sutter erinnert in Hindelbank an administrative Versorgungen - Die sogenannten administrativen Versorgungen gab es bis 1981 – Keller-Sutter sprach von einem «langen und dunklen Kapitel der Schweizer Sozialgeschichte». Jahrzehntelang lebten administrativ versorgte Frauen und Mädchen Seite an Seite mit verurteilten Straftäterinnen. Die administrativ Versorgten trugen braune, die straffälligen Frauen blaue Arbeitskleidung. Keller-Sutter erinnerte an das Schicksal von Ursula Biondi, die in den 1960er-Jahren in Hindelbank eingewiesen worden war, weil sie als Minderjährige schwanger wurde und ihr Kind behalten wollte. Biondi hatte sich jahrelang dafür eingesetzt, dass die offizielle Schweiz das erlittene Unrecht der administrativ Versorgten anerkennt.

BEOBACHTER.CH - Aufarbeitung in der katholischen Kirche - Missbrauchsopfer müssen weiter warten - Die katholische Kirche verzögert die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen weiter – und will die Opfer nicht dabeihaben.

NAU.CH - Wissenschaftliche Studie zur Zwangsarbeitsanstalt in Gmünden - Bis Anfang der 1980er-Jahre wurden Menschen gegen ihren Willen in die Zwangsarbeitsanstalt Gmünden interniert. Nun wurden Ergebnisse einer Studie präsentiert.

LUZERNERZEITUNG.CH - Nidwalden arbeitet fürsorgerische Zwangsmassnahmen auf. Landrat - Aufarbeitung eines dunklen Kapitels: Zur Erinnerung, damit sich solches Leid nie wiederholt.

Zur Erinnerung an den 23.10.2008 – Seit dieser Sendung bei Kurt Aeschbacher (SRF1) sind bereits mehr als 13 Jahre vergangen:
Ursula Müller-Biondi landete mit 17 als Schwangere im Gefängnis ohne eine Straftat begangen zu haben. Vor 40 Jahren entsprach diese Massnahme kantonalen Verordnungen. Diese Ungerechtigkeit, quält die Zürcherin heute noch, obschon sie den Weg zurück in den hellen Alltag gefunden hat.

TVO-Online.ch - Medikamententests: TG-Politiker fordern Entschädigung

Schweiz aktuell - Fürsorgerische Zwangsmassnahmen: Gedenkanlass in Basel-Stadt - In Basel-Stadt waren über 4’500 Personen von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen oder Fremdplatzierung betroffen. Mit einem Gedenkanlass entschuldigt sich der Regierungsrat bei ihnen für das angetane Unrecht.

TeleBasel.ch - Gedenktafel für dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte eingeweiht - Im Hof des Basler Rathauses ist am Montag eine Gedenktafel für die Opfer von Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen bis 1981 enthüllt. Entschuldigung im Namen der Regierung - Regierungsrat Kaspar Sutter (SP), Vorsteher des Wirtschafts-, Sozial- und Umweltdepartements, entschuldigte sich bei den vielen Betroffenen im Namen des Regierungsrats in aller Form für das Unrecht und Leid, das ihnen angetan worden sei.

BEOBACHTER.CH - Mehr Aufarbeitung nötig - Der Beobachter fordert: Reiner Tisch bei Zwangsarbeit Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen wurden von Privatfirmen ausgenutzt. Trotz Verbot auch nach 1941 noch.

HINDELBANK: Das Schloss Hindelbank gibt Einblick in seine Geschichte, darunter finden sich auch sehr dunkle Kapitel - Recht und Unrecht - In der Ausstellung wird ausserdem greifbar, wie sich der Justizvollzug im Laufe der vergangenen 125 Jahre deutlich verändert hat. Einen besonders dunklen Fleck in dieser Geschichte bildet dabei die sogenannte «administrative Versorgung», welche erst 1981 eingestellt wurde.