Viele Zeitzeugen erinnern sich an Armut, harte Strafen und emotionale Kälte - Zeichen an

die Opfer Die heutige Innerrhoder Regierung entschuldigt sich bei den Betroffenen für das ihnen

widerfahrene Leid. Sie zahlt ausserdem 200'000 Franken in den Solidaritätsfonds für Opfer von

Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen ein.

 

200’000 Franken für «Ingenbohl-Opfer» Ordensschwestern des Klosters Ingenbohl waren

im Auftrag und unter Aufsicht des Kantons Appenzell Innerrhoden für die Führung des der öffentlichen

Hand gehörenden Heims verantwortlich.

 

Auszahlung an Heim- und Verdingkinder zieht sich hin - Ausbezahlt wird das Geld aber

frühestens im April 2018. «Viele werden das nicht mehr erleben.»

 

Fürsorgerische Zwangsmassnahmen - Eine Lösung, mit der nicht alle leben können Sie

wurden ihren Müttern weggenommen, in Heime gesteckt oder als Verdingkinder ausgebeutet: Jetzt können die

Opfer der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen bis zu 25 000 Franken beantragen. Endlich ist die

Aufarbeitung abgeschlossen, die Armutsspirale – gerade jüngerer Betroffener – bricht sie aber nicht.

 

Sozialpolitik von der Armenpolizei zum Empowerment - Hinweise zur Geschichte der

Sozialhilfe in der Schweiz
Referat an der Jahreskonferenz 2017 TKöS, von Dr. Thomas Huonker,

Historiker

 

Hommage für die von der Geschichte Verschwiegenen und Vergessenen -
Am Samstag,

dem 17. Juni begab sich eine Delegation des Vereins netzwerk-verdingt zur nationalen Gedenkstätte der

Guido-Fluri-Stiftung in Mümliswil. Dies geschah im Gedenken an die bisher weitgehend unerwähnten und

ungewürdigten Mütter der ehemaligen Verding- und Heimkinder. Viele von diesen Frauen erlitten in den

letzten 200 Jahren selber unsägliches Leid.

 

SRF Kultur: Letzte Hoffnung Fremdenlegion - In der Schweiz hatte er keine Zukunft:

Mit 18 Jahren ging der Verdingbub Leonhard Buholzer nach Frankreich.

 

Mehr Gewalt gegen Kinder – zwei Todesfälle - Über 200 zusätzliche Fälle in der

Schweiz: Ein Bericht verzeichnet eine klare Zunahme von Kindsmisshandlung.

 

Das dunkelste Kapitel der Klinik Waldhaus

 

Die angehende Maturandin Cheryl Schriber befasste sich in ihrer Abschlussarbeit mit der

Geschichte der Verdingkinder. Lange blieb dieses dunkle Kapitel der Geschichte der Schweiz ein

Tabuthema.

 

ZEIT.DE - Sergio Devecchi: "Die Narbe ist da" -
Der Heimleiter Sergio Devecchi

verschwieg 60 Jahre lang, dass er selber in einem Heim aufgewachsen ist. Nun hat er ein Buch über sein

Leben geschrieben - Interview: Sarah Jäggi

 

Die dunkle Seite der Bündner Geschichte -
Mehrere tausend Kinder und Jugendliche

wurden im 19. und 18. Jahrhundert in Graubünden Fremdplatziert. Eine neue Studie zeigt den

schockierenden Befund über fürsorgerische Zwangsmassnahmen im Kanton. - Es wäre eine Geste, die

zählt - Der Bundesrat hat sich bei Betroffenen entschuldigt. - Graubünden nicht -

 

«Liederlich», «arbeitsscheu» – weggesperrt -
Eine gesetzliche Bestimmung von

1906 verbot ausdrücklich, sich in einem Entmündigungsverfahren von einem Anwalt vertreten zu lassen.

 

SRF.CH Die Studie beleuchtet Anstaltsversorgungen, Fremdplatzierungen und Entmündigungen

in Graubünden im 19. und 20. Jahrhundert.
Tanja Rietmann, Hauptautorin der Studie von der

Universität Bern, sagte, in Graubünden seien mehrere tausend Personen von fürsorgerischen

Zwangsmassnahmen betroffen gewesen, etwas gleich viel wie in anderen Kantonen. Die Studie wurde auch

erstellt auf Anregung des «Runden Tisches» für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, der 2013

von Bundesrätin Simonetta Sommaruga eingesetzt wurde.

 

Verdingkinder in der Schweiz - Vom langen Weg zur Wiedergutmachung -
Es ist

eines der dunkelsten Kapitel der Schweiz: Die so genannten "Verdingkinder". Waisen und Kinder, unehelich

geboren, mit minderjährigen, straffälligen oder kranken Eltern, erlitten bis 1981 ein meist lebenslanges

Martyrium.