Grenchner-Tagblatt.ch - Die besten Jahre verbrachte er als Verdingkind noch im Bachtelen Hanspeter Bobst: «Wichtig ist, dass wir miteinander reden und einander zuhören.»

Vormerken: Am Mittwoch, 20. November, 20 Uhr, folgt in der Lokremise Verminte Seelen, das Schauspielprojekt zur administrativen Versorgung - Die Wiederaufnahme des im Mai uraufgeführten Stücks Verminte Seelen fällt auf ein Datum, das kaum passender sein könnte: Am 20. November 1989, vor genau dreissig Jahren, hat die UNO ihre Kinderrechtskonvention verankert, seither wird am 20. November weltweit der Tag der Rechte der Kinder begangen. Das Schauspielprojekt Verminte Seelen thematisiert das dunkle Kapitel Schweizer Sozialgeschichte, als Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, administrativ versorgt werden konnten, wenn ihre Lebensumstände nicht der gesellschaftlichen Norm entsprachen.

Sonderausstellung - «Vom Glück vergessen. Fürsorgerische Zwangsmassnahmen in Graubünden» -
22. August 2020 – 28. Februar 2021 - Fremdplatziert, verdingt, entmündigt, in Anstalten versorgt, zwangsadoptiert oder -sterilisiert: bis in die 1970er-Jahre waren in der Schweiz zehntausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen betroffen. In Graubünden waren es mehrere Tausend.

Walter Emmisberger - Schon wieder ist ein Jahr vergangen und immer noch ist nichts unternommen worden für die Betroffenen von Kuhns Medikamententests von der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen - Auch haben die Betroffenen bis heute noch keine finanzielle Entschädigung erhalten. Es ist sehr traurig, dass man die Betroffenen einfach zur Seite schiebt und dafür mit dem Leiden von den Betroffenen Geld gemacht wird, wie auch für Forschungsarbeiten, ein Denkmal (Kunstprojekt), historische Aufarbeitung und Bücher zum Thema. - Walter Emmisberger

Zur Erinnerung: SBS Dateline Australia - Switzerland's Stolen Generation - Children deemed to be at risk were taken from their families and abused as slave labour in Switzerland, but they're still waiting for an apology.

Zur Erinnerung: Walter Emmisberger aus Fehraltorf, Ursula Biondi aus Zürich, Jean-Louis Claude aus Genf und Bernadette Gächter aus Altstätten/SG werden vom «Beobachter» mit dem Prix Courage 2013 ausgezeichnet - Alle vier wurden als Kinder und Jugendliche Opfer behördlicher Willkür. Ihre Einzelschicksale stehen exemplarisch für immenses persönliches Leid.

SRF.CH - Fürsorgerische Zwangsmassnahme - Die Nonnen straften mit Schlägen und Eisbädern - Bis in die 1980er-Jahre wurden in der Schweiz Kinder weggesperrt und misshandelt. Auch von der Kirche. Im Film «Hexenkinder» erzählen Betroffene.

10. Jahrestag! – Am 10. September 2010 entschuldigte sich Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf im Namen des Bundesrates bei den administrativ versorgten Menschen vor 1981 im Rahmen einer Gedenk-Veranstaltung im Schloss Hindelbank.

DIE SCHWEIZ BRAUCHT EINE OMBUDSSTELLE FÜR KINDERRECHTE

Zur Erinnerung: FALÒ 28.01.2010: madri derubate - Vivere senza mio figlio Per essere rimaste incinta quando erano minorenni, per aver vissuto una vita giudicata «diversa», moltissime adolescenti sono state rinchiuse in prigione senza processo, e senza aver commesso alcun reato. Succedeva in Svizzera fino al 1980. Ospite in studio la consigliera nazionale Marina Carobbio.

Hexenkinder.ch - «Hexenkinder» – Ein Film von Edwin Beeler - Die Geschichte von weggesperrten Heimkindern

Verdinger - Ein Dokumentarfilm von Saschko Steven Schmid – Verdingt, vergessen, geprägt für immer – Der Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte von Alfred. Die Zeit als Verdingkind im Berner Oberland hat ihn das ganze Leben lang begleitet. Er spricht über seine Wünsche, Hoffnungen und Ängste und erzählt, wie er trotz aller Benachteiligungen sein Leben bis heute meistern konnte.

«Die Familie hat ihm alles genommen» – Im Schweizer Dokumentarfilm «Verdinger» berichtet der 80-jährige Alfred Ryter von seiner schweren Zeit als Verdingkind. Regisseur und Kameramann Saschko Steven Schmid erzählt im Interview, wie er die Gespräche mit ihm erlebte.

Dreckloch - Lebensgeschichte einer administrativen Versorgten – Erna Eugster (in Zusammenarbeit mit Daniel Lüthi) – Ihre Mutter nannte sie schon als kleines Mädchen Dreckloch. Saumensch. Oder Lumpenhure.

Buch von Claudia Haarmann - Kontaktabbruch in Familien -Wenn ein gemeinsames Leben nicht mehr möglich scheint - Konflikte sind in Familien keine Ausnahme, doch der totale Bruch kommt für die meisten überraschend.