AARGAUERZEITUNG.CH - Walter Emmisberger war ein Opfer von Medikamententests: «Ich war nicht mehr ich selbst» - In der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen (TG) wurden über Jahre Versuche an Menschen im Auftrag der Pharma-Industrie durchgeführt. Walter Emmisberger war einer von ihnen. Er fordert eine finanzielle Entschädigung für sein Leiden.
Zur Erinnerung: SRF.CH - Zwangsjacken, Schockkuren, Stromstösse und Psychopharmaka - Die Geschichte der Psychiatrie ist kaum 200 Jahre alt; über Jahrhunderte hinweg wurden psychisch Kranke nicht als solche wahrgenommen. Spezialisierte Anstalten sind erst ein Phänomen des 19. Jahrhunderts – davor wurden die Betroffenen meist zuhause behalten oder verstossen.
Zur Erinnerung: SRF.CH - Lebenslust? Rasch behandeln! Mit Elektroschocks und Deckelbädern - Zwischen 1935 und 1981 wurden in der Schweiz Tausende Menschen gegen ihren Willen in die Psychiatrie gesteckt. Schon winzige Verstösse gegen die vorherrschende Moral reichten, um «administrativ versorgt» zu werden. Die Fallstudie «Das Deckelbad» zeigt die Brutalität psychiatrischer Zwangsmassnahmen.
Revue.ch - Die «Administrativjustiz» gehöre «zum Empörendsten, das man sich vorzustellen vermag» Das befand 1939 ein Zeitzeuge, den achtzig Jahre später die Unabhängige Expertenkommission (UEK) prominent zitiert: der Berner Schriftsteller und Reformer Carl Albert Loosli.
freiburger-nachrichten.ch - Erinnerung ist wichtig - Weggesperrt ohne Gerichtsbeschluss - «Viele der administrativ Versorgten leben nicht mehr», sagt Praz. «Aber es ist sehr wichtig, dass wir uns an sie erinnern und an das Unrecht, das ihnen angetan wurde.»
Zur Erinnerung: SRF.CH - Medikamentenversuche - «Ich dachte, dass ich dort sterben werde» - Elisabeth Ravasio war als 15-Jährige von 1959 bis 1961 in der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen interniert – gegen ihren Willen. Sie wurde ans Bett fixiert und ruhig gespritzt.
paraboliques.ch - Survivante d’un cauchemar - A 17 ans, Ursula Biondi a été jetée en prison, alors qu’elle n’avait commis aucun délit. Elle fait partie de ces milliers de Suisses, les internés administratifs, à qui l’Etat a imposé une «mesure éducative». Elle témoigne.
TAGBLATT.CH - Medikamentenversuche im Thurgau der Achtzigerjahre: Der Pillentester von St. Katharinental – und wie die Behörden den Kantonsarzt schonten.
REF.CH - «Die Kinder waren Menschen zweiter Klasse» - Vom 19. Jahrhundert bis 1981 platzierten die Schweizer Behörden Kinder aus armen Familien oder von alleinstehenden Müttern in Heimen oder fremden Familien. Oft wurden sie dort missbraucht und mussten harte Arbeit verrichten.
„Gestohlene Seelen « - Verdingkinder in der Schweiz - Für die Verdingkinder in Stadt und Land war nicht die harte Arbeit das Schlimmste, sondern die psychischen Demütigungen, das Ausgeliefertsein, mit dem Wissen, dass da kein Vater und keine Mutter waren, die sich für sie wehrten, niemand, der mit ihnen sprechen wollte! Schmerz, Angst, Wut - und die Unmöglichkeit des Vergessens oder Verdrängens.
Weite Wege nach Daheim - Erica Brühlmann-Jecklin - Ein dunkles Kapitel Schweizergeschichte begann in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts und dauerte bis in die 70er-Jahre. Kinder wurden behördlich fremdplatziert, in Heime versorgt oder an Bauern- und Pflegefamilien verdingt. Ein Daheim fanden sie da nicht. Sie waren harter Arbeit ausgesetzt, oft auch Schlägen und sexuellem Missbrauch.
NFP76.CH- Von Generation zu Generation: Familiennarrative im Kontext von Fürsorge und Zwang - In diesem Projekt gehen wir der Frage nach, wie sich administrative Versorgung auf die nachfolgende Generation auswirkt, wie betroffene Familien mit den erlebten Traumata umgehen, und welche Schlüsse hieraus für die Weiterentwicklung des Kindesschutzes und der Hilfen zur Erziehung in Gegenwart und Zukunft gezogen werden können.