Die Geschichte eines Missbrauchs

 

«Du hast gar keine Mutter!» – Ex-Verdingkind Charles Probst erzählt

 

Thurgauer Zeitung - Gebets- und Bussfeier für Opfer der Kirche
200 Kirchenleute als Täter, davon waren 103 Weltpriester, 47 Ordenspriester oder Ordensbrüder, elf Ordensfrauen, fünf Laientheologen oder Laientheologinnen. Sechs gemeldete Täter hatten andere Berufe und zu 32 Täterinnen oder Tätern waren keine Angaben erhältlich. Die Statistik erfasst laut SBK das ganze Spektrum möglicher Übergriffe - von sexuell gefärbten Äusserungen und Gesten bis zur Vergewaltigung und Schändung.

 

Schweiz aktuell - Medikamententests in Zürcher Psychiatrie
Rund 1000 Personen wurden ab den 1950er- bis in die 1980er-Jahre in der Zürcher Psychiatrischen Klinik Burghölzli mit medizinischen Substanzen getestet. Dies zeigt eine Dissertation, die Schweiz aktuell vorliegt. Laut Historikerin Katharina Brandenberger geschah dies teilweise gegen den Willen der Patienten.

 

Politische Aufarbeitung gefordert - Zürcher Politiker fordern jetzt eine lückenlose Aufklärung. Drei Kantonsräte verlangen vom Regierungsrat Antworten zu den Versuchen in der Klinik Burghölzli.
In der Klinik Burghölzli wurden auch nicht zugelassene Medikamente verabreicht. Medikamente wurden auch unter Zwang gespritzt. Eine Historikerin untersuchte die Krankenakten der Patienten. Der Kanton erforscht die Abläufe am Burghölzli.

 

Staatsarchiv hilft Opfern von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen
Die Schweiz beschäftigt sich aktuell mit einem schwierigen Kapitel ihrer Sozialgeschichte. Es geht um das Schicksal von Menschen, die vor 1981 von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen oder Fremdplatzierungen betroffen waren. Zu den Betroffenen würden Verdingkinder, Heimkinder, administrativ Versorgte, Personen, deren Reproduktionsrechte verletzt wurden, sowie Zwangsadoptierte zählen.

 

Schlimme Befürchtung: Pharmatests an Heimkindern?
Zürcher AL-Kantonsräte verlangen vom Regierungsrat Auskunft über Medikamentenversuche im Burghölzli an psychisch Kranken. Den Anstoss zum Forschungsprojekt gab SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr. Sie hatte sich schon im Nationalrat für die Aufarbeitung und Wiedergutmachung dieses düsteren Kapitels der Schweizer Sozialgeschichte eingesetzt.

 

Schmerzhafte Spurensuche für Verdingkinder

 

Opferberatung ist die offizielle Anlaufstelle für ehemalige Verdingkinder

 

Tagblatt.ch - Interview: Anna Miller Glauben Sie, Medikamententests waren auch in anderen Schweizer Kliniken Alltag?
Ja. Wir haben Hinweise, dass dem so war. Es liegt auf der Hand. Welche Kliniken konkret Medikamententests durchführten, weiss man jedoch noch nicht. Aber man muss auch feststellen, dass in öffentlichen Archiven andernorts wenig Material dazu vorliegt. Es scheinen nicht so viele Dokumente von Forschern in öffentlichen Archiven zu liegen. Was alles noch in Privathaushalten liegt, weiss ich natürlich nicht. Hier im Thurgau ist die Materiallage anders, hier liegt viel mehr vor. Man kann nur forschen, wenn man Material hat.

 

TAGESANZEIGER.CH«Das Ausmass der Medi-Versuche in Münsterlingen ist weit grösser» - Jahrzehntelang wurden in der Psychiatrie Münsterlingen Tests mit Medikamenten durchgeführt. Historikerin Marietta Meier über neue erschreckende Zahlen.

 

TAGBLATT.CH: Es seien Dutzende Substanzen getestet worden bis in die 1980er Jahre hinein.
Für die Versuche verantwortlich war der damalige Direktor der Klinik, Roland Kuhn (1912-2005). Er soll zusammen mit seinem Oberarzt Patienten mit nicht zugelassenen Medikamenten behandelt haben. "Er trat 1980 als Klinikdirektor zurück, führte die Versuche jedoch auch nach seinem Rücktritt weiter", sagte Meier.

 

NZZ.CH Verding- und Heimkinder - Zürcher Regierungsrat lässt Unrechtssystem aufarbeiten
Die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen sind eines der dunkelsten Kapitel der Schweizer Geschichte. Nun soll das jahrzehntelange Unrecht auch im Kanton Zürich aufgearbeitet werden. Die Zeit drängt.

 

Top Online Verdingkinder: Zürcher Regierung will dunkles Kapitel aufarbeiten
Die Zürcher Regierung will das dunkle Kapitel der Verdingkinder im Kanton aufarbeiten. Für Untersuchungen und Abklärungen hat die Regierung deshalb eine halbe Million Franken gesprochen. Bis in zwei Jahren soll das Forschungsprojekt abgeschlossen sein.

 

DERBUND.CH
«Soeben wurden auf Anordnung 3,5 Tonnen Archivmaterial vernichtet, leider können wir Ihnen deshalb keine Hand bieten.» Das war die Antwort eines Berner Gemeindeschreibers an Gianna Weber von der Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Zürich. Sie befasst sich im Rahmen ihrer Doktorarbeit mit dem Verdingkinderwesen in Bern und Zürich. Der geschilderte Vorfall zeigt exemplarisch, welch geringe Bedeutung gewisse Gemeinden ihren Archiven zukommen lassen.