Gott und die Welt - Gottlose Pillen - Der Schutz der Menschenwürde gehört zum Leitbild konfessioneller Unternehmen. Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffen auch bei Christen große Lücken. So wurden in katholischen und evangelischen Einrichtungen Medikamente und Impfstoffe an Heimkindern und Menschen mit Behinderung getestet – ohne dass sie und ihre gesetzlichen Betreuer informiert wurden und zustimmen konnten. Diese Praxis begann in den 50er Jahren und endete erst Mitte der 70er.

Schweizer Verdingkinder: Schreckliche Schicksale

«Zusammen alleine. Alltag in Winterthurer Kinder- und Jugendheimen 1950 – 1990». Mit Beiträgen von Clara Bombach, Thomas Gabriel, Samuel Keller, Nadja Ramsauer und Alessandra Staiger Marx. Die ganze Bandbreite von Emotionen löst ein kürzlich präsentiertes Buch aus. Wut und Mitgefühl, Erschrecken, Irritation und Verständnis, Abscheu und Zuneigung. Ungeschönt vermittelt es Einblicke in die Geschichte der Menschen in den Winterthurer Heimen zwischen 1950 und 1990. Zusammen waren sie im Heim – und jede und jeder für sich doch alleine.

1948 hat die UNO die Menschenrechte proklamiert, doch auch heute noch geraten diese immer wieder in den Clinch, mit politischer Ideologie, staatlicher Willkür, religiöser Überlieferung oder mit kulturellen Traditionen, auch hierzulande. Eine aktuelle Bestandesaufnahme.

LANDBOTE.CHH – Si händ immer öppis gfunde, zum ein bestrafe. Mer isch eifach under de Knute gsi.»Eine Betroffene - Mitgefühl des Stadtrats - Der Stadtrat spricht den Betroffenen sein «tiefes Mitgefühl» aus, wie er bereits in der Medienmitteilung schreibt. Ehemalige Heimkinder, die vor 1981 körperlichen oder psychischen Missbrauch erlebt haben, werden vom Stadtarchiv Winterthur dabei unterstützt, ein Gesuch um einen Solidaritätsbeitrag des Bundes einzureichen.

Opferhilfe AG/SO sucht Opfer der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen

Zur Erinnerung: Anlass als Auftakt zu unserem Forschungsprojekt "versorgt" über administrative Zwangsmassnahmen. 2. November 2015 in Chur

Verdingkind: "Ich wurde fast zu Tode geschlagen" – Noch bis März können Verdingkinder beim Bund einen Solidaritätsbetrag fordern. Wie man im Altersheim dafür wirbt und die Geschichte einer Betroffenen.

Entschädigung für Verdingkinder - Bis Ende März können ehemalige Verdingkinder beim Bund eine Entschädigung verlangen. Viele Betroffene wissen aber gar nichts von dieser Möglichkeit.

«Zwei Wochen Einzelhaft, ohne frische Kleider – ich dachte, ich sterbe»

Ungewöhnliche Erlebnisse aus unserem Redaktionsalltag: «...und ich schreibe noch immer!» – Beobachter-Journalistin Birthe Homann erzählt die schockierende Geschichte einer Frau, die 50 Jahre lang als Sklavin gehalten wurde.

Interviews (Oral History) - Einschluss ins Cachot – Erfahrungsbericht zum Anstaltsleben – Bei der vorliegenden Quelle handelt es sich um einen kurzen Ausschnitt aus einem Interview, das mit einer Betroffenen einer administrativen Versorgung geführt wurde. Die Quelle ermöglicht als Erfahrungsbericht Einblicke in das Anstaltsleben. Vergleichbare Erzählungen sind von zahlreichen Betroffenen bekannt.

LUZERNERZEITUNG.CH – WIEDERGUTMACHUNG – Ein Jahr nach dem Ja des Parlaments für die finanzielle Entschädigung von ehemaligen Verdingkindern sind erst wenige Gesuche eingegangen. Eine Informationsoffensive soll dies nun ändern.

DRS - Schweiz aktuell - Medikamententests sollen untersucht werden – In den 50er und 60er Jahren wurden noch nicht zugelassene Medikamente an Patienten in der Psychiatrischen Klinik St. Urban LU getestet. Jetzt fordern Politiker eine Aufarbeitung dieser Tests.

Hilfe für Verdingkinder