BZBASEL.CH – Bis Ende März haben Opfer von fürsorglichen Zwangsmassnahmen Zeit, ein Gesuch auf einen Solidaritätsbeitrag zu stellen. In den beiden Basel haben viele Betroffene gezögert, ihre Entschädigung einzufordern – jetzt aber zieht die Zahl der Gesuche an.

TAGBLATTZUERICH.CH – Das Grauen in den Akten - 25 000 Franken Solidaritätsbeitrag steht den Verdingkindern und Opfern der einstigen Fürsorge zu. Bis zum 31. März nimmt der Bund noch Gesuche an. Vor allem in den letzten Wochen der Frist melden sich viele Betroffene beim Staatsarchiv Zürich und der hiesigen Opferberatung. Unter ihnen: Beatrice Völlmin-Walliser, die ihrer geliebten Pflegemutter entrissen wurde, und Caroline Wehrli, die als Einjährige zum Heimkind wurde.

Austausch mit Betroffenen - Miteinander reden - mit diesem Wunsch haben sich Anfang November die Mitarbeitenden der UEK mit Betroffenen von administrativen Versorgungen und weiteren fürsorgerischen Zwangsmassnahmen zu einem Austausch getroffen.

Blog des Staatsarchivs Basel-Stadt - Durch die wissenschaftliche Aufarbeitung konnte anhand Studien einzelner Institutionen und Kantone gezeigt werden, dass es sich bei körperlicher, sexueller und seelischer Misshandlung von Kindern und Jugendlichen in Heimen nicht um Einzelfälle handelte. Das Fürsorge- und Heimsystem begünstigte diese Praktiken und Betroffene waren ihnen „hinter dicken Mauern« oft schutzlos ausgesetzt. Gleichzeitig fehlte es lange Zeit an gesamtschweizerischen Darstellungen.

ZENTRALPLUS.CH – Peitsche und Prügel im Ägerital - Wo Kinder aus der WC-Schüssel trinken mussten – Der Chamer Unternehmer Guido Fluri, der sich massiv für die Wiedergutmachungsinitiative eingesetzt hatte, tourt deswegen momentan durchs Land und spricht in Altersheimen über die letzte Möglichkeit, einen Solidaritätsbeitrag einzufordern. Er ist es auch, der mit seiner Guido Fluri Stiftung die historische Aufarbeitung des Themas fördert und etwa die Internet-Site kinderheime.schweiz.ch betreibt. Dort findet man in einem Forum Klartext über jene Heime in der Schweiz, wo Kinder geschunden wurden, weil sich Betroffene anonym melden können.

WOZ.CH – Zur Erinnerung: Zwangsadoption - «Sie nahmen mir den Buben sofort weg» Heime, Schläge, Zwangsarbeit: Maria Magdalena Ischer erlebte den Terror der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, die bis 1981 in der Schweiz praktiziert wurden. Ein erschütternder Lebensbericht – aufgezeichnet vor ihrem Tod im Frühling 2015.

RSI.CH – "Serve la forza di perdonare" – Collocamento coatto: sta per scadere il termine per chiedere l’indennizzo. Gianni Mora: «Fatevi avanti, non siete voi i colpevoli»

Enfants placés: quelque 1000 demandes validées – L'Office fédéral de la justice (OFJ) a approuvé plus de 1000 demandes de contribution de solidarité soumises par d'anciens enfants placés. Ces derniers ont jusqu'au 31 mars pour réclamer des réparations.

Canton Ticino - Il contributo di solidarietà, richiedibile entro il 31 marzo, è rivolto a chi ha subito torti simili (aborti, collocamenti extrafamigliari, adozioni) prima del 1981

Fürsorgerische Zwangsmassnahmen in der Schweiz - Versorgt, platziert, den Eltern entrissen, weggesperrt: Die von Behörden verfügten fürsorgerischen Zwangsmassnahmen sind ein düsteres Kapitel der schweizerischen Sozialgeschichte. Zu den Hintergründen gibt es vor allem Unterlagen bei Gemeinden und Kantonen aber auch im Bundesarchiv.

Museumsnacht Bern 18 - Freitag 16. 03. 2018, 18H-02H - Mit dabei u.a. das Staatsarchiv Bern und das Psychiatrie Museum

Wochen-Zeitung.ch – «Wir wollen möglichst jedem einzelnen Opfer gerecht werden» – Luzius Mader, Delegierter für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Justiz, hofft, dass bis Ende März noch einige Hundert dazukommen werden.

letemps.ch – Enfants placés: «Tout formalisme serait injuste» – Des personnalités romandes battent le rappel afin d'inviter les victimes de placements forcés à déposer des demandes d'indemnisation. Elles réclament aux autorités fédérales un délai supplémentaire.

Wichtig: Gesuche um einen Solidaritätsbeitrag können bis Ende März eingereicht werden – Wir raten allen Betroffenen, nicht zu zögern und das Gesuch noch vor Ende März einzureichen.

24heures.ch – Enfants placés: «le délai doit être prolongé» Le Vaudois Luc Recordon souhaite que les victimes de placements abusifs aient plus de temps pour s'annoncer. Le délai du 31 mars est trop serré selon lui.