MUSEUM LUZERN – VERSORGT. VERDINGT. VERGESSEN? – Geschichte(n) von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen in der Schweiz – 14. Mai bis 23. Oktober 2026. Die nationale Wanderausstellung beleuchtet die Schweizer Geschichte der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen und ihrer Aufarbeitung und trägt sie in alle Landesregionen.

NZZ.CH – Irma Frei war Zwangsarbeiterin in der Spinnerei des Waffenfabrikanten Emil Bührle – nun zahlt ihr Schaffhausen 25 000 Franken Entschädigung. Die Regensdorferin kämpfte für Gerechtigkeit. Sie sagt: «Noch immer fehlt vielen einst Fremdplatzierten der Mut, sich bei den Behörden zu melden und über das Unrecht zu sprechen.»

YOUTUBE – GeschichteUnzensiertVerdingkinder: Wie sie auf Marktplätzen VERSTEIGERT wurden

AARGAUERZEITUNG.CH – Aufarbeitung – Die SP fordert mehr Geld für ehemalige Aargauer Heim- und Verdingkinder. Wie die jüngst veröffentlichte Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz sieht auch die SP Aargau Defizite bei der kantonalen Wiedergutmachung von «administrativ Versorgten». Hunderttausende Kinder und Erwachsene wurden bis 1981 schweizweit verdingt oder in Heimen platziert. Viele erlebten schwere Gewalt.

SURPRISE.NGO – «Schmerzen verjähren nicht» – Christian Tschannen war ein Verdingkind – in den 1980er Jahren. Die Behörden schauten seiner Ausbeutung auf einem Hof und dann in einer Anstalt tatenlos zu. Er war nicht der einzige Betroffene zu jener Zeit. Der Staat will davon nichts hören, aber der Künstler gibt keine Ruhe.

Interaktiver Einblick – Zeichen der Erinnerung im Kanton Zürich - Was ist der Hintergrund? Bis 1981 ordneten kommunale oder kantonale Behörden im Namen staatlicher Fürsorge Massnahmen an. Diese wurden ohne gerichtliche Überprüfung und nicht aufgrund von Straftaten, aber unter Zwang gegenüber den Betroffenen durchgeführt.

BEOBACHTER.CH – «Meine Mutter hatte keine Chance» Die Tibet-Schweizerin Tara Lhamo wurde im Heim des Roten Kreuzes ihrer Mutter weggenommen und fremdplatziert. Über 50 Jahre nach ihrer Flucht fordert sie nun Gerechtigkeit.

SWISSINFO.CH – Kantonsrat bewilligt Entschädigung für Opfer von Zwangsmassnahmen. Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierung im Kanton Zürich erhalten einen einmaligen Solidaritätsbeitrag von 25'000 Franken. Der Kantonsrat hat am Montag einen Gesamtbeitrag von 20 Millionen Franken bewilligt.

TV5MONDE.COM – C'est sans doute le plus grand scandale social en Suisse, celui des enfants placés de force. Jusqu'au début des années 80, au moins 100 000 enfants pauvres pour la plupart ont été arrachés à leurs familles. Aujourd'hui adultes, ils racontent leur calvaire. Leur histoire est-elle reconnue en Suisse? 

TAGESANZEIGER.CH – Kanton Zürich soll Adoptierte bei Herkunftssuche mehr unterstützen. Zürcherinnen und Zürcher, die adoptiert wurden, müssen für die Suche nach ihren leiblichen Verwandten bezahlen. Das soll sich ändern. 

TAGESANZEIGER.CH – Zürich zahlt Opfern zusätzlich 25’000 Franken – 800 Gesuche erwartet. Der Kanton Zürich verdoppelt die Entschädigung für Opfer von Zwangsmassnahmen. Die Kommission fordert rasche Bearbeitung, weil die Betroffenen bereits älter sind. 

MYSWITZERLAND.COM – Kunst – Zuflucht einer geraubten Kindheit – Ausstellung in der Galerie Hofstetter. Vom 21. November bis zum 24. Dezember 2025 wird die Atelier-Galerie Jean-Jacques Hofstetter in Freiburg die Bedeutung des künstlerischen Schaffens für Heim– kinder hervorheben. 

NZZ.CH – «Liederlich», «anstössig», «arbeitsscheu» – so verloren Tausende Schweizer ihre Freiheit. Im Kanton Zürich weisen neu «Zeichen der Erinnerung» auf die Opfer administrativer Versorgung hin. Fünf Schicksale. 

NZZ.CH  «Dann brachen uns die Beine weg» – Catrin Albonico wurde als junge Frau ohne Einwilligung für Medikamentenversuche in der Psychiatrie missbraucht. Fünfzig Jahre später will sie nun Aufklärung und Gerechtigkeit. ... «Wir lagen in zwei Reihen, Kopf an Kopf im geschlossenen Wachsaal; zehn fast alles sehr junge Frauen, damals Fräulein genannt, meist mit anfangs nur irgendwelchen Adoleszenzstörungen.» So steht es in den Notizen von Catrin Albonico, sie war eine dieser Frauen im Wachsaal in der Psychiatrischen Klinik Wil 1975.

SRF.CH – Aufarbeitung von Missbrauch – Jetzt untersucht auch die reformierte Kirche Missbrauchsfälle. Noch im Juni lehnte das Kirchenparlament der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS eine Studie ab, die sexuellen Missbrauch in den eigenen Reihen aufarbeiten sollte. Jetzt hat der Kirchenrat nachgebessert: Ein neuer Vorschlag – beschränkt auf die reformierte Kirche – wurde dem Parlament vorgelegt und einstimmig angenommen. Warum das so lange gedauert hat und was genau untersucht werden soll, erläutert SRF-Religionsredaktorin Nicole Freudiger.