Hier finden sich eine Auswahl an Medienberichten zum Thema Administrativ Versorgte und Buchtipps.
SWISSINFO.CH – Museum Luzern zeigt Ausstellung zu fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Im Museum Luzern ist ab dem 14. Mai die nationale Wanderausstellung «Versorgt. Verdingt. Vergessen?» zu sehen. Die Schau beleuchtet ein lange verdrängtes Kapitel der Schweizer Geschichte und rückt die Schicksale Betroffener fürsorgerischer Zwangsmassnahmen ins Zentrum.
JOURNAL21.CH – Zwangsmassnahmen–Risse im Bild der «heilen Schweiz». Im 20. Jahrhundert haben Behörden in der Schweiz Hunderttausende (Waisen-)Kinder, Jugendliche und junge Menschen zwangsweise in Heime und Anstalten eingewiesen. Andere wurden als Verdingkinder auf Bauernhöfen platziert. Viele erfuhren Gewalt und sexuelle Übergriffe. Eine jetzt eröffnete Ausstellung in Luzern beleuchtet dieses dunkle Kapitel der Schweiz.
TELE1.CH – Versorgt, verdingt, vergessen? Wanderausstellung zu Verdingkinder jetzt in Luzern. Man hat sie aus ihren Familien gerissen, sie wurden misshandelt und ausgebeutet. Schweizer Behörden haben bis in die 1980er-Jahre zehntausende Kinder verdingt. Damit ihre Schicksale nicht vergessen werden, ist im Museum Luzern neu die Wanderausstellung „Versorgt. Verdingt. Vergessen“. Das Besondere am Museum: Früher war dort ein Heim.
SRF.CH – Opfer von Zwangsmassnahmen: Zürich nimmt nun Gesuche entgegen. Der Kanton Zürich zahlt 25'000 Franken an die Opfer Fürsorgerischer Zwangsmassnahmen.
Zur Erinnerung: Nach der Heirat ausgebürgert. Bei der Heirat eines Ausländers verloren viele Frauen bis Mitte des 20. Jahrhunderts das Schweizer Bürgerrecht. Mit teilweise fatalen Folgen. Nach der Ausbürgerung wurden Frauen und ihre Kinder nicht selten an die Grenze gestellt und ihrem Schicksal überlassen... Die mangelnden weiblichen Staatsbürgerrechte sind ein dunkler Fleck der Schweizer Geschichte, der erst in Ansätzen erforscht ist.
Solothurner Zeitung– Am 2. April soll nächstes Jahr in 104 Gemeinden des Kantons Solothurn den Opfern fürsorgerischer Zwangsmassnahmen gedacht werden. Dahinter steckt das Projekt Zeder Solothurn.
TAGESANZEIGER.CH– 60 Jahre lang sagte ihm niemand, dass sein Vater nicht sein Erzeuger ist. Weil seine Eltern nicht verheiratet waren, griffen Behörden in Manfred Rohners Leben ein. Seine wahre Identität erfuhr er spät – einen Solidaritätsbeitrag lehnte der Bund ab.
Ausstellung – Eindrücklich beleuchtet die mobile Ausstellung ein lange verdrängtes Kapitel der Schweizer Geschichte: die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, von denen hunderttausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene betroffen waren. Die Ausstellung macht das Spannungsfeld zwischen Fürsorge und Zwang sichtbar, gibt Betroffenen eine Stimme und weckt Empathie für Menschen, die am Rand der Gesellschaft standen – und stehen.
MUSEUM LUZERN – VERSORGT. VERDINGT. VERGESSEN? – Geschichte(n) von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen in der Schweiz – 14. Mai bis 23. Oktober 2026. Die nationale Wanderausstellung beleuchtet die Schweizer Geschichte der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen und ihrer Aufarbeitung und trägt sie in alle Landesregionen.
NZZ.CH– Irma Frei war Zwangsarbeiterin in der Spinnerei des Waffenfabrikanten Emil Bührle – nun zahlt ihr Schaffhausen 25 000 Franken Entschädigung. Die Regensdorferin kämpfte für Gerechtigkeit. Sie sagt: «Noch immer fehlt vielen einst Fremdplatzierten der Mut, sich bei den Behörden zu melden und über das Unrecht zu sprechen.»
AARGAUERZEITUNG.CH– Aufarbeitung – Die SP fordert mehr Geld für ehemalige Aargauer Heim- und Verdingkinder. Wie die jüngst veröffentlichte Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz sieht auch die SP Aargau Defizite bei der kantonalen Wiedergutmachung von «administrativ Versorgten». Hunderttausende Kinder und Erwachsene wurden bis 1981 schweizweit verdingt oder in Heimen platziert. Viele erlebten schwere Gewalt.
SURPRISE.NGO– «Schmerzen verjähren nicht» – Christian Tschannen war ein Verdingkind – in den 1980er Jahren. Die Behörden schauten seiner Ausbeutung auf einem Hof und dann in einer Anstalt tatenlos zu. Er war nicht der einzige Betroffene zu jener Zeit. Der Staat will davon nichts hören, aber der Künstler gibt keine Ruhe.
Interaktiver Einblick – Zeichen der Erinnerung im Kanton Zürich - Was ist der Hintergrund? Bis 1981 ordneten kommunale oder kantonale Behörden im Namen staatlicher Fürsorge Massnahmen an. Diese wurden ohne gerichtliche Überprüfung und nicht aufgrund von Straftaten, aber unter Zwang gegenüber den Betroffenen durchgeführt.