Katholiken sammeln für ehemalige Verdingkinder
Die katholische Kirche wird am kommenden Sonntag in den Gottesdiensten für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen sammeln. Die Kollekte werde dem Soforthilfefonds für die Opfer zu Gunsten kommen, teilte die Schweizerische Bischofskonferenz am Montag mit.

 

SRF.Ch Niklaus Erb ist promovierter Altphilologe, ein Kenner ungesprochener Sprachen. Nicht gesprochen hat er mehr als acht Jahrzehnte lang über Armut, Demütigung und Ungerechtigkeit in seiner Kindheit. Doch dann sieht er den Film «Der Verdingbub», knackt seinen Seelenpanzer und erzählt sein Leben zu Ende.

 

Versorgt – und bis heute stigmatisiert - «Eine Gesellschaft kann nur auf die Zukunft bauen, wenn die Vergangenheit aufgearbeitet wird» - Guido Fluri

 

Madi Du fehlst uns … Am 23. Juli wäre Madi's Geburtstag gewesen, aber sie verliess uns vor kurzem für immer …

 

Hier ein kurzer Ausschnitt über ihren jahrelangen Kampf für Mütter deren Kinder zwangsadoptiert wurden. Leider ging ihr sehnlichster Wunsch, ihren zwangsadoptierten Sohn Thomas zu Lebzeiten einmal zu sehen, nicht mehr in Erfüllung …

 

Im Auftrag des Kantons Graubünden arbeitet die Universität Bern das düstere Kapitel der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen auf. Die Bündner Regierung hat dazu einen Forschungsauftrag erteilt.

 

NZZ Psychische Traumata - Wenn schreckliche Erlebnisse aufs Herz schlagen

Gerüche oder Geräusche, dringen die schrecklichen Erinnerungen ganz plötzlich in das Bewusstsein ein und können schwere Angstattacken auslösen. Traumatische Erfahrungen wie Missbrauch im Kindesalter, körperliche Gewalt und sexuelle Übergriffe können die Seele nachhaltig erschüttern. Aber nicht nur in der Psyche hinterlassen solche Erfahrungen oft tiefe Spuren, sondern auch im Herz-Kreislauf-System.

 

Zürcher Oberländer - Die Verdingkinder mussten lange kämpfen

In Fehraltorf fühlt er sich endlich zu Hause. Es war ein langer Weg bis hierhin. An seiner Vergangenheit hat Walter Emmisberger aber noch immer zu knab bern. Er litt unter dem früheren Fürsorgewesen: umplatziert, misshandelt, als unbezahlte Arbeitskraft ausgenutzt.

 

SOFORTHILFE FÜR OPFER VON FÜRSORGERISCHEN ZWANGSMASSNAHMEN: ERSTE BILANZ

Die als Überbrückungshilfe ausgestalteten Leistungen aus dem Soforthilfefonds konnten mithelfen, finanziell schwierige Situationen von Opfern zu entschärfen. Der Runde Tisch, der an seiner letzten Sitzung vom 8. Juni 2015 unter anderem auch über die Arbeit des Soforthilfefonds orientiert worden ist, hat davon mit Befriedigung Kenntnis genommen. Auch die Rückmeldungen der Empfängerinnen und Empfänger der Soforthilfe sind sehr positiv ausgefallen.

 

Ein brisantes Thema auf die Bühne gebracht

Baden/Otelfingen Schüler der Sekundarschule Unteres Furttal haben im Kurtheater Baden ihr Stück «Und bist du nicht willig» aufgeführt. Die Geschichte erzählt von Ursula Biondi - einem Mädchen, das in den 1970er-Jahren zur «Nacherziehung» in der Berner Strafanstalt Hindelbank eingesperrt wurde.

 

 

Die Sekundarschule Furttal zeigte im Kurtheater eine ebenso beklemmende, wie beglückende Aufführung.

"Eine Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit ist dringend notwendig" Pascal Bruderer

 


 

 

 

 

 

"Und bist du nicht willig ..." ein Theaterstück von Achim Lück

Patrizia, ein lebenslustiger Teenager, kommt auf Grund ihres unsittlichen und widerspenstigen Verhaltens nach mehrfachen Ermahnungen in die „Erziehungsanstalt« Hindelbank.

Die dortigen Erlebnisse formen Patrizia, lassen jedoch nicht ihre Lebensfreude schwinden. - Ein Stück, insziniert von Brigitte Schmidlin und Kamil Krejci, das auf das Schicksal der Administrativ Versorgten in der Schweiz aufmerksam machen will.

20:00 Uhr - (Einlass 19:00 Uhr)

Kurtheater Baden (Parkstrasse 20, 5400 Baden)

Fürsorgerische Zwangsmassnahmen - Bundesrat will möglichst viele Opfer entschädigen

 

 

Ein Zeichen für die Wiedergutmachung -Im altehrwürdigen Hänggiturm in Ennenda wurde in einer feierlichen Zeremonie und bereits zum dritten Mal der Anna-Göldi-Menschenrechtspreis verliehen. Dieser Preis ist eine Auszeichnung für Persönlichkeiten, die sich in der Gegenwart für Menschenrechte und gegen Justizwillkür einsetzen. Die diesjährigen Preisgewinner sind der erfolgreiche Schriftsteller Arthur Honegger und die in jugendlichem Alter zu Unrecht administrativ Versorgte Ursula Biondi.