BEOBACHTER.CH – Schweizer Behörden in der Kritik – Auch Adoptierte im Ausland können Geld erhalten. Die Kindervermittlerin Alice Honegger handelte oft im Auftrag der Behörden. So dürfen auch zur Adoption ins Ausland vermittelte Personen auf finanzielle Wiedergutmachung hoffen. 

BEOBACHTER.CH – Spurensuche einer Adoption – "Hübsches Baby» zu vergeben" – Wie ein CIA-Kadermann in der Schweiz ein Kind bestellte – und es erhielt. Und was aus dem «handsome baby» von damals geworden ist. Textausschnitt: Fast 50 Jahre lang vermittelte Alice Honegger Schweizer Babys an kinderlose Ehepaare – auch ins Ausland. Honeggers Dienste waren willkommen. Denn bis weit in die 1970er-Jahre drängten Vormundschaftsbehörden unverheiratete Frauen dazu, ihre Neugeborenen zur Adoption freizugeben. Meist agierte Honegger dabei Hand in Hand mit den zuständigen Behörden.

Der 10. September 2010: Ein historischer Meilenstein der Schweizer Sozialgeschichte! 
Zum 14. Mal jährt sich heute der Gedenkanlass im Schloss Hindelbank. Der Gedenkanlass war ein wichtiger Wendepunkt im Prozess der historischen und politischen Aufarbeitung. Er bildete nicht nur den Anstoss mit dem Schuldeingeständnis des Staates für alle weiteren Massnahmen in der Aufarbeitung des dunklen Kapitels der Schweizer Sozialgeschichte, sondern dies führte zu einem Paradigmenwechsel im Umgang der Schweiz nicht nur mit den administrativ versorgten Menschen, sondern auch mit ehemaligen Verdingkindern, Heimkindern, Zwangsadoptierten, Zwangssterilisierten, Medikamentenversuche, usw.  Dank des mutigen Engagements der *Betroffenen setzte ab den 2010er Jahren eine umfassendere wissenschaftliche und politische Aufarbeitung dieses Aspekts der Schweizer Sozialgeschichte ein. *Bis zur offiziellen Entschuldigung am 10. September 2010 im Schloss Hindelbank, gab es nur ganz wenige Betroffene, die sich in der grossen Öffentlichkeit zu «Outen» wagten.
 

RTS.CH
Tele Top

SRF.CH

BEOBACHTER.CH – Administrative Zwangsmassnahmen – Jetzt bekommen auch Schaffhauser Opfer 25’000 Franken. Textausschnitte: Ungleichbehandlung der Opfer  Schaffhausen tut damit das, was die Stadt Zürich 2023 erstmals umgesetzt hat. Weil nicht nur der Bund Schuld auf sich geladen hat, hatte die Stadt den Solidaritätsbeitrag des Staates an die Opfer auf insgesamt 50’000 Franken verdoppelt. Eine Premiere in der Schweiz, die durch Beobachter-Recherchen ausgelöst worden war.  Seither treibt Betroffene wie Irma Frei allerdings die Frage um: Sind die Stadtzürcher Opfer dem Staat doppelt so viel wert wie alle anderen? Denn nur die Stadtzürcher können insgesamt 50’000 Franken beantragen, alle anderen nur 25’000 Franken.

SHFVerdingkinder sollen finanziell entschädigt werden.

SHN.CH – Nach politischer Intervention – Kanton Schaffhausen plant Solidaritätsbeitrag für Opfer von Zwangsmassnahmen. Der Schaffhauser Regierungsrat will einen Solidaritätsbeitrag für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 sprechen. Betroffene sollen 25'000 Franken erhalten. Die Finanzierung teilen sich Kanton und Gemeinden, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilt. Vorangegangen war eine politische Debatte.  Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen setzt ein Zeichen der Anerkennung für eines der dunkelsten Kapitel der Schweizer Sozialgeschichte: die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen, von denen insbesondere Verdingkinder, Heimkinder und so genannte administrative Versorgte betroffen waren. 

BAERNTODAY.CH – Brass Band Emmental – Im Gedenken an die Leiden der Verdingkinder: «Fremdplatziert» auf der Lueg. Das Verdingkinderwesen ist kein Ruhmesblatt der Schweizer Geschichte. Die Brass Band Emmental macht sich daran, die Geschichte von zwangsweise fremdplatzierten Kindern zu beleuchten, mit einem einmaligen Konzertabend in der Lueg Arena Ende August. 

BEOBACHTER.CH – Fürsorgerische Zwangsmassnahmen – Katholisches Hilfswerk vernichtet Tausende von Personenakten. Eine Schwesterngemeinschaft aus Solothurn hat die Spuren ihres Wirkens getilgt. Tausende Adoptierte und Fremdplatzierte sind betroffen.

LANDESMUSEUM.CH – Fremdplatziert - Erfahrungen Schweiz - Landesmuseum Zürich. Betroffene von sogenannten «fürsorgerischen Zwangsmassnahmen» erzählen in dieser Videoinstallation ihre persönliche Geschichte.

Weitere Infos zu diesem Thema:
Weggesperrt – Warum Tausende in der Schweiz unschuldig hinter Gittern sassen 
Schweizer Zwangsarbeiterinnen – Das Schweizer Sozialsystem belieferte über Jahrzehnte den Waffenhändler Emil Bührle und andere Industrielle mit jungen Frauen, die in deren Fabriken schuften mussten. 

 

BEOBACHTER.CH – Opfer von Behörden – So engagiert sich der Beobachter seit Jahrzehnten – Versorgt, verdingt, zwangsadoptiert: Behördliche Zwangsmassnahmen wirken bis heute nach. Dass der Schrecken aufgearbeitet wird, ist auch dem Beobachter zu verdanken. Ursula Biondi ging mit ihrer Geschichte 2002 an die Öffentlichkeit.

20MIN.CH – Medikamententests Thurgau: Bis heute gibt es Nächte, in denen Walter E. (68) in Panik gerät. Opfer der Medikamententests in Münsterlingen TG erhalten eine Entschädigung vom Kanton Thurgau. Ein Betroffener erzählt, was er davon hält.

TVO – Aktuell Späte Genugtuung: Opfer von Medikamententests in Münsterlingen erhalten je 25’000 Franken. Psychiater Roland Kuhn führte in der Klinik Münsterlingen Tests an unwissenden Patienten im Auftrag der Pharmaindustrie durch. Nach jahrelangem Kampf werden die Opfer nun entschädigt. Das Thurgauer Kantonsparlament hat die Solidaritätsbeiträge für die Betroffenen der Medikamententests gutgeheissen, sie erhalten je 25'000 Franken als finanzielle Wiedergutmachung.

BEOBACHTER.CH – Sexueller Missbrauch Die Kirche gibt sich Regeln – und lässt sich Zeit Wo bleibt das angekündigte Kirchengericht? Die interne Aufarbeitung der katholischen Missbrauchsskandale dauert – vieles bleibt unklar. Ein Überblick.

BEOBACHTER.CH – Wiedergutmachung Geld darf Verdingkindern nicht gekürzt werden Der Bundesrat will, dass Behördenopfer auch die Wiedergutmachung von Kantonen und Gemeinden in vollem Umfang behalten können. Als erste Schweizer Gemeinde hat die Stadt Zürich einen eigenen zusätzlichen Solidaritätsbeitrag eingeführt. Jetzt stellt sich der Bundesrat hinter eine Gesetzesänderung, welche die Rechtskommission des Nationalrats vorschlägt: Betroffene sollen künftig auch über solche zusätzlichen Wiedergutmachungsbeiträge frei verfügen können.

SRF.CH – Neue Studie: Unternimmt die Schweiz genug für Opfer von Zwangsmassnahmen? Eine aktuelle Untersuchung blickt auf die dunkle Schweizer Geschichte fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. Gleichzeitig hat die Studie die aktuelle Situation untersucht und kommt zum Schluss, dass im Schweizer Sozialwesen die Rechte von Menschen in prekären Situationen teilweise missachtet werden.