THURGAUERZEITUNG.CH – Münsterlingen Medikamententests: Novartis beteiligt sich an Entschädigungen – Entschädigung für Opfer von Medikamententests. Pharmabranche beteiligt sich definitiv, der Thurgauer Staatsarchivar prüft erste Gesuche. Bis in die 1980er-Jahre wurden an Patienten in Thurgauer Kliniken Medikamente getestet. Die Betroffenen haben jetzt Anrecht auf eine Entschädigung.

KINDERSCHUTZ.CH – Gewaltfreie Erziehung ist (noch) nicht gesetzlich verankert. Wir wollen, dass Kinder ohne Gewalt, in Sicherheit, mit Respekt und mit Toleranz aufwachsen. Für Gewalt an Kindern gibt es keine Rechtfertigung – sie muss von der Gesellschaft verurteilt werden.

BEOBACHTER.CH – Psychiatrie Münsterlingen im Thurgau: 25’000 Franken für Opfer von Medikamentenversuchen. Meilenstein in der Aufarbeitung der Medikamentenversuche von Münsterlingen: Mit dem Jahreswechsel können Psychiatrie-Opfer vom Kanton Thurgau eine Entschädigung einfordern. 

BEOBACHTER.CH – Behördenopfer: Warum kriegen einige nur halb so viel Entschädigung? 
Die einen erhalten 50’000 Franken, die anderen 25’000 Franken: Je nach Kanton haben Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen andere Rechte. Dagegen wehren sie sich.

SRF.CH – «Administrativ Versorgte»: Auch Schaffhausen will bezahlen. Kinder und Jugendliche, die im letzten Jahrhundert Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen wurden, sollen entschädigt werden. In Schaffhausen soll das Geld nicht nur vom Bund fliessen, sondern auch vom Kanton selbst. Die Regierung will pro Person 25'000 Franken bezahlen.

APPENZELLERZEITUNG.CH – «Abgeschlossen ist das Thema nie!»: Bericht über administrative Zwangsmassnahmen in Appenzell Innerrhoden zeigt das Leid, das die Versorgung brachte. (Auszug aus einem Schreiben, das eine administrativ Versorgte, die in der Strafanstalt Hindelbank untergebracht gewesen war, am 27. September 1960 an die Standeskommission richtete.) 

APPENZELLERZEITUNG.CH – Eine Aufarbeitung eines dunklen Kapitels: Innerrhoden will mit einem Bericht Betroffenen von administrativen Zwangsmassnahmen ein Gesicht geben. Textausschnitt: «Ein Ziel des Berichtes war, darzulegen, was Betroffenen widerfahren ist, ihre Schicksale ernst zu nehmen und uns unserer Verantwortung bewusst zu werden.» Das Leiden der Betroffenen hätte oft auch nach der Aufhebung von Massnahmen kein Ende gehabt. «Betroffene, die noch leben, sollen Unterstützung erfahren, wenn sie es wünschen.»

SRF.CH – Untersuchung eingestellt – Katholische Kirche: Dossier mit Missbrauchsfällen ad acta gelegt. Missbrauch: Papst rüffelt Schweizer Bischöfe

TAGESANZEIGER.CH Verdingt auf dem Bauernhof – Verstossen und geschlagen – jetzt malt er seinen Schmerz auf Pflaster. Christian Tschannen wurde als Kind fremdplatziert. Mit seinen Bildern erinnert er an die dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte – und bemängelt das asynchrone Vorgehen der Politik. 

Das Programm "erinnern für morgen" initiiert und fördert Projekte zur Vermittlung der Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Aufarbeitung.

SAITEN.CH – Ein Leben lang fremdbestimmt. Säuglingsheim St.Gallen, St.Iddaheim in Lütisburg, psychiatrische Beobachtungsstation Oberzil, verdingt bei Bauernfamilien im Thurgau und in Zürich, Pestalozziheim in Birr: Die Liste von Roland Henders* Stationen erzieherischer und administrativer Versorgungen ist lang. Sie lässt dem 79-Jährigen bis heute keine Ruhe. 

BEOBACHTER.CH – Schweizer Behörden in der Kritik – Auch Adoptierte im Ausland können Geld erhalten. Die Kindervermittlerin Alice Honegger handelte oft im Auftrag der Behörden. So dürfen auch zur Adoption ins Ausland vermittelte Personen auf finanzielle Wiedergutmachung hoffen. 

BEOBACHTER.CH – Spurensuche einer Adoption – "Hübsches Baby» zu vergeben" – Wie ein CIA-Kadermann in der Schweiz ein Kind bestellte – und es erhielt. Und was aus dem «handsome baby» von damals geworden ist. Textausschnitt: Fast 50 Jahre lang vermittelte Alice Honegger Schweizer Babys an kinderlose Ehepaare – auch ins Ausland. Honeggers Dienste waren willkommen. Denn bis weit in die 1970er-Jahre drängten Vormundschaftsbehörden unverheiratete Frauen dazu, ihre Neugeborenen zur Adoption freizugeben. Meist agierte Honegger dabei Hand in Hand mit den zuständigen Behörden.

Der 10. September 2010: Ein historischer Meilenstein der Schweizer Sozialgeschichte! 
Zum 14. Mal jährt sich heute der Gedenkanlass im Schloss Hindelbank. Der Gedenkanlass war ein wichtiger Wendepunkt im Prozess der historischen und politischen Aufarbeitung. Er bildete nicht nur den Anstoss mit dem Schuldeingeständnis des Staates für alle weiteren Massnahmen in der Aufarbeitung des dunklen Kapitels der Schweizer Sozialgeschichte, sondern dies führte zu einem Paradigmenwechsel im Umgang der Schweiz nicht nur mit den administrativ versorgten Menschen, sondern auch mit ehemaligen Verdingkindern, Heimkindern, Zwangsadoptierten, Zwangssterilisierten, Medikamentenversuche, usw.  Dank des mutigen Engagements der *Betroffenen setzte ab den 2010er Jahren eine umfassendere wissenschaftliche und politische Aufarbeitung dieses Aspekts der Schweizer Sozialgeschichte ein. *Bis zur offiziellen Entschuldigung am 10. September 2010 im Schloss Hindelbank, gab es nur ganz wenige Betroffene, die sich in der grossen Öffentlichkeit zu «Outen» wagten.
 

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BEOBACHTER.CH – Administrative Zwangsmassnahmen – Jetzt bekommen auch Schaffhauser Opfer 25’000 Franken. Textausschnitte: Ungleichbehandlung der Opfer  Schaffhausen tut damit das, was die Stadt Zürich 2023 erstmals umgesetzt hat. Weil nicht nur der Bund Schuld auf sich geladen hat, hatte die Stadt den Solidaritätsbeitrag des Staates an die Opfer auf insgesamt 50’000 Franken verdoppelt. Eine Premiere in der Schweiz, die durch Beobachter-Recherchen ausgelöst worden war.  Seither treibt Betroffene wie Irma Frei allerdings die Frage um: Sind die Stadtzürcher Opfer dem Staat doppelt so viel wert wie alle anderen? Denn nur die Stadtzürcher können insgesamt 50’000 Franken beantragen, alle anderen nur 25’000 Franken.