SHFVerdingkinder sollen finanziell entschädigt werden.

SHN.CH – Nach politischer Intervention – Kanton Schaffhausen plant Solidaritätsbeitrag für Opfer von Zwangsmassnahmen. Der Schaffhauser Regierungsrat will einen Solidaritätsbeitrag für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 sprechen. Betroffene sollen 25'000 Franken erhalten. Die Finanzierung teilen sich Kanton und Gemeinden, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilt. Vorangegangen war eine politische Debatte.  Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen setzt ein Zeichen der Anerkennung für eines der dunkelsten Kapitel der Schweizer Sozialgeschichte: die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen, von denen insbesondere Verdingkinder, Heimkinder und so genannte administrative Versorgte betroffen waren. 

BAERNTODAY.CH – Brass Band Emmental – Im Gedenken an die Leiden der Verdingkinder: «Fremdplatziert» auf der Lueg. Das Verdingkinderwesen ist kein Ruhmesblatt der Schweizer Geschichte. Die Brass Band Emmental macht sich daran, die Geschichte von zwangsweise fremdplatzierten Kindern zu beleuchten, mit einem einmaligen Konzertabend in der Lueg Arena Ende August. 

BEOBACHTER.CH – Fürsorgerische Zwangsmassnahmen – Katholisches Hilfswerk vernichtet Tausende von Personenakten. Eine Schwesterngemeinschaft aus Solothurn hat die Spuren ihres Wirkens getilgt. Tausende Adoptierte und Fremdplatzierte sind betroffen.

LANDESMUSEUM.CH – Fremdplatziert - Erfahrungen Schweiz - Landesmuseum Zürich. Betroffene von sogenannten «fürsorgerischen Zwangsmassnahmen» erzählen in dieser Videoinstallation ihre persönliche Geschichte.

Weitere Infos zu diesem Thema:
Weggesperrt – Warum Tausende in der Schweiz unschuldig hinter Gittern sassen 
Schweizer Zwangsarbeiterinnen – Das Schweizer Sozialsystem belieferte über Jahrzehnte den Waffenhändler Emil Bührle und andere Industrielle mit jungen Frauen, die in deren Fabriken schuften mussten. 

 

BEOBACHTER.CH – Opfer von Behörden – So engagiert sich der Beobachter seit Jahrzehnten – Versorgt, verdingt, zwangsadoptiert: Behördliche Zwangsmassnahmen wirken bis heute nach. Dass der Schrecken aufgearbeitet wird, ist auch dem Beobachter zu verdanken. Ursula Biondi ging mit ihrer Geschichte 2002 an die Öffentlichkeit.

20MIN.CH – Medikamententests Thurgau: Bis heute gibt es Nächte, in denen Walter E. (68) in Panik gerät. Opfer der Medikamententests in Münsterlingen TG erhalten eine Entschädigung vom Kanton Thurgau. Ein Betroffener erzählt, was er davon hält.

TVO – Aktuell Späte Genugtuung: Opfer von Medikamententests in Münsterlingen erhalten je 25’000 Franken. Psychiater Roland Kuhn führte in der Klinik Münsterlingen Tests an unwissenden Patienten im Auftrag der Pharmaindustrie durch. Nach jahrelangem Kampf werden die Opfer nun entschädigt. Das Thurgauer Kantonsparlament hat die Solidaritätsbeiträge für die Betroffenen der Medikamententests gutgeheissen, sie erhalten je 25'000 Franken als finanzielle Wiedergutmachung.

BEOBACHTER.CH – Sexueller Missbrauch Die Kirche gibt sich Regeln – und lässt sich Zeit Wo bleibt das angekündigte Kirchengericht? Die interne Aufarbeitung der katholischen Missbrauchsskandale dauert – vieles bleibt unklar. Ein Überblick.

BEOBACHTER.CH – Wiedergutmachung Geld darf Verdingkindern nicht gekürzt werden Der Bundesrat will, dass Behördenopfer auch die Wiedergutmachung von Kantonen und Gemeinden in vollem Umfang behalten können. Als erste Schweizer Gemeinde hat die Stadt Zürich einen eigenen zusätzlichen Solidaritätsbeitrag eingeführt. Jetzt stellt sich der Bundesrat hinter eine Gesetzesänderung, welche die Rechtskommission des Nationalrats vorschlägt: Betroffene sollen künftig auch über solche zusätzlichen Wiedergutmachungsbeiträge frei verfügen können.

SRF.CH – Neue Studie: Unternimmt die Schweiz genug für Opfer von Zwangsmassnahmen? Eine aktuelle Untersuchung blickt auf die dunkle Schweizer Geschichte fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. Gleichzeitig hat die Studie die aktuelle Situation untersucht und kommt zum Schluss, dass im Schweizer Sozialwesen die Rechte von Menschen in prekären Situationen teilweise missachtet werden. 

BEOBACHTER.CH Studie zu Behördenopfern: Fremdplatzierte leiden ein Leben lang – und sterben früher. 150 Forschende haben Zwangsmassnahmen in der Schweiz untersucht. Sie sagen: Noch heute gibt es Handlungsbedarf. Ursula Biondi sass ein Jahr lang in der Strafanstalt Hindelbank hinter Gittern – ohne eine Straftat begangen zu haben. Die Zürcher Vormundschaftsbehörde hatte sie 1967 dort als «Erziehungsmassnahme» versorgt. Hermine Huser nahmen die Behörden das Kind weg, als sie 20 war. Sie musste in der Spinnerei von Emil Bührle Zwangsarbeit verrichten. Das sind nur zwei Beispiele aus einem der dunkelsten Kapitel in der Geschichte des Schweizer Sozialstaats. Der Beobachter hat mehrere brisante Fälle aufgedeckt. 

PLATTFORMJ  NFP 76: «Fürsorge und Zwang» – Kritik am Kindes- und Erwachsenenschutz. «Der Weg zu einem besseren Kindes- und Erwachsenenschutz muss konsequent fortgeführt werden», sagte Alexander Grob am Donnerstag vor den Medien. Er leitete das nationale Forschungsprogramm «Fürsorge und Zwang» (NFP 76) des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Es sei an der Zeit, die neuen Kenntnisse umzusetzen. 

BERNERZEITUNG.CH – Administrative Zwangsmassnahmen Unmenschlichkeit mit System – über Jahrhunderte – Ausgegrenzt, verhaftet, verdingt. Auf einem Rundgang führt Historiker Daniel Schläppi zu Schauplätzen eines unrühmlichen Kapitels der Stadt Bern. 

TAGESANZEIGER.CH – Fürsorgerische Zwangsmassnahmen – «Ich hatte keine Chance als junge Frau» – Minderjährig und schwanger wurde Agnes 1964 in ein Heim gesteckt. Ihr Kind durfte sie nicht behalten. Im gleichen Haus im jurassischen Belfond kam Nicole zur Welt. 60 Jahre später treffen sich die beiden Frauen und erzählen.