Plakat Theater «Und bist Du nicht willig»Am 13. Juni 2015 wurde in Ennenda (Gemeinde Glarus) der dritte Menschenrechtspreis im Namen von Anna Göldi verliehen. Die beiden Preisträger Ursula Biondi und Arthur Honegger wurden in jungen Jahren Opfer von staatlicher Willkür. Welche Parallelen hat dieser Preis zur historischen Figur Anna Göldi? kath.ch

Ursula Biondi, die sich heute für die Wahrung der Menschenrechte engagiert.

 

Anna-Göldi-Menschenrechtspreis verliehen - Auszeichnung für langes Engagement
Preisträger sind Ursula Biondi aus Zürich und Turi Honegger aus Krummenau.

Ursula Biondi, die sich heute für die Wahrung der Menschenrechte engagiert.

 

Menschenrechtspreis - Die Anna-Göldi-Stiftung
verleiht ihren dritten Menschenrechtspreis am 13. Juni 2015

dem ehemaligen Verdingkind und erfolgreichen Schriftsteller Turi Honegger sowie der als Jugendliche administrativ-versorgten

Ursula Biondi, die sich heute für die Wahrung der Menschenrechte engagiert.

 

PDF/181501_plakat_theater_2015.pdfVon einem, der nicht wegschaute ... C. A. Loosli


 

Ehemaliges Verdingkind: Danach ist alles anders...
Alfred Ryter ist ein grosser, schlanker Mann mit aufmerksamen, blauen Augen. Er wirkt unscheinbar, fast schüchtern. Am 7. August 2015 wird er 75. Und er wird ziemlich sicher auch an diesem Tag Antidepressiva nehmen müssen. «Im Alltag sind es 16 Pillen», sagt er im Gespräch. Sein Arzt sagt, es sei Gehirndünger, damit sein Seelenleben stabil bleibe. Grund dafür ist seine Vergangenheit.

 

SFR 2 Kultur 20:00 Uhr – «Ich will ein Geständnis» – Medikamentenversuche an Kindern
In Vormundschaftsakten der psychiatrischen Klinik Münsterlingen im Kanton Thurgau finden sich Patienten-Protokolle, aus denen hervorgeht, dass in den 60er und 70er Jahren an Kindern Psychopharmaka getestet wurden.

 

Münsterlinger Medikamententests werden untersucht
Forscher durchleuchten ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen.

 

SRF1 Reporter - Sonntag, 24. Mai 2015, 21:40 Uhr, SRF 1 Walter Nowak - Ein Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen
Die Zwangsläufigkeit des Unglücks

Wie kann es sein, dass ein Leben immer die schlimmstmögliche Wendung nimmt? Wie kann ein Mensch schon als Kind in einen Strudel geraten, aus dem er nicht mehr hinausfindet? Diese Erfahrungen hat Walter Nowak gemacht. «Reporter» begleitet ihn auf seiner Suche nach Antworten.

 

Verdingkinder: Die Schuldfrage ist irrelevant
… Für Luzius Mader und Seglias ist deshalb die vorbehaltlose, wertfreie Aufarbeitung der Geschichte die Verantwortung, die die Gesellschaft heute zu tragen habe …

 

SRF1 - Rundschau 29. April 2015. Entmündigt und weggesperrt
Behörden zerstörten Familien - Entmündigt und weggesperrt: Bis in die 80er Jahre verordneten Gemeinden fürsorgerische Zwangsmassnahmen gegen Menschen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprachen. In der Rundschau erzählt eine Betroffene, wie ihr die Familie auf traumatische Weise weggenommen wurde. Jetzt fordern die über 10‘000 Opfer vom Staat Wiedergutmachung.

Guido Fluri

An der Rundschau-Theke diskutiert Susanne Wille mit Guido Fluri, über seine Wiedergutmachungs-Initiative und darüber, ob erlittenes Leid mit Geld aufgewogen werden kann

 

Tele Top - TOP NEWS 28. April 2015 Verdingkind kritisiert Gegenvorschlag des Bundes

 

«Enfants à louer» In Freiburg wurden Verdingkinder versteigert - Das Buch belegt beschämende Praktiken.

 

Lebenslust? Rasch behandeln! Mit Elektroschocks und Deckelbädern

Zwischen 1935 und 1981 wurden in der Schweiz Tausende Menschen gegen ihren Willen in die Psychiatrie gesteckt. Schon winzige Verstösse gegen die vorherrschende Moral reichten, um «administrativ versorgt» zu werden. Die Fallstudie «Das Deckelbad» zeigt die Brutalität psychiatrischer Zwangsmassnahmen.

 

Sie leiden wie Kriegsveteranen

Das Grauen lässt die Opfer nicht los: Rund ein Viertel hat heute noch eine posttraumatische Belastungsstörung, die die Forscher auf die Kindheit zurückzuführen.

 

Die Geldforderung ist berechtigt.

Bis vor wenigen Jahren gab es in unserer Gesellschaft keinen Platz für die Stimmen der Opfer. Die Menschen, die Missbrauch oder Vernachlässigung erlebt hatten, trauten sich nicht, laut darüber zu sprechen. Zu lange war ihnen eingetrichtert worden, dass ihr persönlicher Eindruck nicht zählt.