Solothurner Zeitung– Am 2. April soll nächstes Jahr in 104 Gemeinden des Kantons Solothurn den Opfern fürsorgerischer Zwangsmassnahmen gedacht werden. Dahinter steckt das Projekt Zeder Solothurn.
TAGESANZEIGER.CH– 60 Jahre lang sagte ihm niemand, dass sein Vater nicht sein Erzeuger ist. Weil seine Eltern nicht verheiratet waren, griffen Behörden in Manfred Rohners Leben ein. Seine wahre Identität erfuhr er spät – einen Solidaritätsbeitrag lehnte der Bund ab.
Ausstellung – Eindrücklich beleuchtet die mobile Ausstellung ein lange verdrängtes Kapitel der Schweizer Geschichte: die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, von denen hunderttausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene betroffen waren. Die Ausstellung macht das Spannungsfeld zwischen Fürsorge und Zwang sichtbar, gibt Betroffenen eine Stimme und weckt Empathie für Menschen, die am Rand der Gesellschaft standen – und stehen.
MUSEUM LUZERN – VERSORGT. VERDINGT. VERGESSEN? – Geschichte(n) von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen in der Schweiz – 14. Mai bis 23. Oktober 2026. Die nationale Wanderausstellung beleuchtet die Schweizer Geschichte der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen und ihrer Aufarbeitung und trägt sie in alle Landesregionen.
NZZ.CH– Irma Frei war Zwangsarbeiterin in der Spinnerei des Waffenfabrikanten Emil Bührle – nun zahlt ihr Schaffhausen 25 000 Franken Entschädigung. Die Regensdorferin kämpfte für Gerechtigkeit. Sie sagt: «Noch immer fehlt vielen einst Fremdplatzierten der Mut, sich bei den Behörden zu melden und über das Unrecht zu sprechen.»
AARGAUERZEITUNG.CH– Aufarbeitung – Die SP fordert mehr Geld für ehemalige Aargauer Heim- und Verdingkinder. Wie die jüngst veröffentlichte Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz sieht auch die SP Aargau Defizite bei der kantonalen Wiedergutmachung von «administrativ Versorgten». Hunderttausende Kinder und Erwachsene wurden bis 1981 schweizweit verdingt oder in Heimen platziert. Viele erlebten schwere Gewalt.
SURPRISE.NGO– «Schmerzen verjähren nicht» – Christian Tschannen war ein Verdingkind – in den 1980er Jahren. Die Behörden schauten seiner Ausbeutung auf einem Hof und dann in einer Anstalt tatenlos zu. Er war nicht der einzige Betroffene zu jener Zeit. Der Staat will davon nichts hören, aber der Künstler gibt keine Ruhe.
Interaktiver Einblick – Zeichen der Erinnerung im Kanton Zürich - Was ist der Hintergrund? Bis 1981 ordneten kommunale oder kantonale Behörden im Namen staatlicher Fürsorge Massnahmen an. Diese wurden ohne gerichtliche Überprüfung und nicht aufgrund von Straftaten, aber unter Zwang gegenüber den Betroffenen durchgeführt.
BEOBACHTER.CH– «Meine Mutter hatte keine Chance» Die Tibet-Schweizerin Tara Lhamo wurde im Heim des Roten Kreuzes ihrer Mutter weggenommen und fremdplatziert. Über 50 Jahre nach ihrer Flucht fordert sie nun Gerechtigkeit.
SWISSINFO.CH – Kantonsrat bewilligt Entschädigung für Opfer von Zwangsmassnahmen. Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierung im Kanton Zürich erhalten einen einmaligen Solidaritätsbeitrag von 25'000 Franken. Der Kantonsrat hat am Montag einen Gesamtbeitrag von 20 Millionen Franken bewilligt.
TV5MONDE.COM– C'est sans doute le plus grand scandale social en Suisse, celui des enfants placés de force. Jusqu'au début des années 80, au moins 100 000 enfants pauvres pour la plupart ont été arrachés à leurs familles. Aujourd'hui adultes, ils racontent leur calvaire. Leur histoire est-elle reconnue en Suisse?
TAGESANZEIGER.CH– Kanton Zürich soll Adoptierte bei Herkunftssuche mehr unterstützen. Zürcherinnen und Zürcher, die adoptiert wurden, müssen für die Suche nach ihren leiblichen Verwandten bezahlen. Das soll sich ändern.
TAGESANZEIGER.CH– Zürich zahlt Opfern zusätzlich 25’000 Franken – 800 Gesuche erwartet. Der Kanton Zürich verdoppelt die Entschädigung für Opfer von Zwangsmassnahmen. Die Kommission fordert rasche Bearbeitung, weil die Betroffenen bereits älter sind.