Missbrauchsopfer von Fischingen: «Die Kirche ist mir eine Antwort

schuldig»

Walter Nowak hat im Kinderheim Fischingen eine traumatische Zeit durchlebt. Die

Vergangenheit verfolgt ihn bis heute.

Aus dem Archiv: Patienten wurden sterilisiert

In den 50er- und 60er-Jahren waren sowohl Reichenau als auch Münsterlingen reine

Verwahranstalten. «Es wurde wenig behandelt. Die meisten Patienten wurde über Jahre

hospitalisiert und mit Medikamenten ruhig gestellt» – oder wie Rosbach sagt:

«medikamentös eingemauert». In den 60er-Jahren gab es in beiden Kliniken rund 700

Patienten.

Eine Hommage an die Opfer - Hinter verschlossenen Türen erstickt

1971 sterben bei einem Brand in der psychiatrischen Klinik Burghölzli 28 Patienten –

ein Buch beleuchtet den damaligen Klinikalltag.

Noch nie hat Selfmade-Millionär Guido Fluri so offen über seine

Kindheit geredet - «Ich schämte mich für meine Mutter»

Guido Fluri war ein Heimkind. Dann wurde er reich und organisierte die

Miss-Schweiz-Wahlen. Heute hilft er Armen und Kranken.

Graubünden gedenkt der Verdingkinder - Am 22.

November findet beim Waldhaus Stall in Chur der Gedenkanlass für die Opfer von

fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen in Graubünden statt. Die

Regierung will sich bei den Opfern für das entstandene Leid entschuldigen und ein

Zeichen der Erinnerung setzen.

Buchtipp: Cornelia - A.K.A. "Conny vom Schwalbenhaus"

verbrachte die Hälfte Ihrer Jugend in einem Gott hilft - Heim.

Sie war acht Jahre im Kinderheim in Zizers verdingt. Ihre Erlebnisse und

Erinnerungen hat Sie in einem Büchlein festgehalten. Die nochmalige

Auseinandersetzung mit den Damaligen Vorkommnissen ist sowohl Auf,- wie auch

Verarbeitung des Erlebten und Geschehenen.

Simon Schweizer: Der Projektleiter beim Regionalmuseum hofft

auf Kantonsbeiträge - Museum will mehr Unterstützung


Schwarzenburg - Fast 1000 Personen haben die Verdingkinder-Ausstellung im

Regionalmuseum ­Schwarzwasser besucht. Damit die Regionalausstellung 2019

vorbereitet werden kann, wird sie weitergeführt.

Die nächsten Ringvorlesungen an der Uni Fribourg - «Umgang mit

vergangenem Unrecht»

 

Verdingbub Walter Wegmüller - Der Maler der

Hoffnung
Als Verdingbub war Walter Wegmüller ein Niemand. Die Kunst

rettete den Aussenseiter vor dem Absturz. Jetzt lädt der 80-Jährige mit

Zigeunerseele zur Schau in St. Gallen: Ein Feuerwerk der Symbolik!

«Die Schuld liegt bei den Behörden»
Angst,

Scham, aber auch Unkenntnis halten viele Opfer von Zwangsmassnahmen davon ab, ihre

Ansprüche auf Solidaritätsbeiträge geltend zu machen. Ein Initiativkomitee ermuntert

Angehörige, auf Betroffene zuzugehen.

TeleBärn: Unterstützung für Verdingkinder - Viele

Betroffene wissen gar nicht, dass sie das Anrecht auf eine Entschädigung hätten.

Deshalb wird in Altersheimen nun aktiv darüber informiert.

Enfants placés: dernier délai pour demander

réparation

REF.CH – «Die Kinder waren Menschen zweiter

Klasse»
Können Sie Zahlen zu den Missbräuchen nennen? Zur Person

Simon Hofstetter ist Theologe, Mitherausgeber des Buches «Heim- und Verdingkinder»

und Beauftragter für Recht und Gesellschaft beim Schweizerischen Evangelischen

Kirchenbund. Für Zahlen ist es zu früh. Man scheitert sogar daran zu sagen, wie

viele Kinder in diesen Heimen waren. Grob waren es rund tausend Heime aus

reformierten Kreisen.

Heiden entschädigt Verdingkinder
Fremdplatzierung,

Zwangsmassnahmen und Medikamentenversuche. Es ist ein düsteres Kapitel in der

Schweizer Geschichte. Bis zum Jahr 1981 mussten zehntausende Kinder, Jugendliche und

auch Erwachsene in der Schweiz grosses Leid ertragen. Sie wurden in Heimen

untergebracht und gewerblichen oder landwirtschaftlichen Betrieben zugewiesen. Man

steckte sie sogar in Strafanstalten und geschlossene Einrichtungen.

Neue Publikation zur reformierten Beteiligung in der Heim- und

Verdingkinderpraxis